Herzoglich Braunschweigisches Feldcorps e.V. Verein für europäische Kultur und Geschichte der napoleonischen Epoche
Herzoglich Braunschweigisches Feldcorps e.V.Verein für europäische Kultur und Geschichteder napoleonischen Epoche 

Veranstaltungsberichte

Historische Veranstaltung Völkerschlacht bei Leipzig 21. bis 23.Oktober 2016

 

Am Freitag Vormittag ging unsere ruhige Fahrt nach Leipzig los. Die Straßen waren ruhig und bei

unserer Route über den Harz konnten wir den ersten Schnee begrüßen. Dieser wurde, je näher wir Nordhausen kamen, mehr und mehr von Regen abgelöst. Am Nachmittag kamen wir in Liebertwolkwitz an. Zum Glück hatte das Wetter Nachsicht mit uns und wir konnten im Trockenen das Zelt aufbauen.

 

Im Laufe des Abends haben wir Braunschweiger uns alle gefunden und waren eine Truppe. Wir das sind Vincent Annika P., Nicolas und Frederic. Nach einem ruhigen Tag folgte genauso ruhige, wenn auch regnerische erste Nacht. 

Der Samstag morgen wurde von einem Frühstück vom Veranstalter eingeleitet. Durch Brot, Marmelade, Butter und Cabanossi gestärkt, traten wir erst am Marktplatz an, um an der Kuhweide einen kurzem Stopp einzulegen.

 

Dort trafen wir auf die Westfalen aus Braunschweig und auf die Kielmannseckschen Jäger, die sich dem Treck angeschlossen haben.

So ging es, im leichten Regen, los zur Schlacht in Liebertwolkwitz. Trotz des Wetters fanden sich Besucher an. Nach der Schlacht sind wir zurück ins Biwak marschiert, wo wir uns mit heißer Ochsenschwanzsuppe gestärkt haben. Die Munition wurde aufgefrischt und dann ging es mit dem Bus nach Markkleeberg.

 

Das Wetter besserte sich, so dass wir die Schlacht bei Markkleeberg im Trockenen genießen konnten. Anfangs waren die Franzosen sehr hartnäckig, allerdings, durch zwei bis drei Durchbrüche bei der Franz. Artillerie, wurden sie schnell zurück geschlagen. Dies geschah durch Kielmannsecksche Jäger, Schotten, Schweden und Braunschweiger Jäger. Die Führung der Schottischen Division rechnete

mit einem vierten Angriff unsererseits, was durch einen Kavalleristen mit weißer Fahne unterbrochen wurde und die Schlacht für beendet erklärte.

Napoleon unterzeichnete seine Niederlage gegenüber Blücher und den Alliierten.

 

Die Rückreise nach Liebertwolkwitz fand wieder per Bus statt, wobei eine sehr gute Stimmung herrschte. Abends trafen wir uns mit Nicolas auf ein Siegesbier. Nicolas ist weitergezogen und hat sich, zusammen mit Frederic, zu den französischen Truppen gesellt.

Wir sind nach den Tag früh ins Bett. Am Sonntag morgen haben wir uns früh ans zusammenpacken gemacht und konnten kurz nach acht die Heimreise antreten.

 

In dichten Nebel sind wir gestartet. Als wir im Harz ankamen, riss der Himmel auf und wir hatten wunderbares Wetter. Im Torfhaus angelangt bot sich uns ein schöner Blick auf den verschneiten Brocken.

 

Zum Abschluss können wir sagen, dass es wieder eine sehr schöne Veranstaltung war, zu der wir nächstes Jahr gerne erneut fahren.

 

Bericht von Vincent Witt

Historische Veranstaltung Neu Breisach / Elsass vom 02. bis 04. September 2016

 

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er etwas erleben - nie war der Spruch passender als dieses mal.

Wir, das waren Thomas, Annika und ich, wollten am Donnerstag den 01.09. ab Wolfenbüttel starten. Also alles bereit legen, mit dem Auto nach WF und umladen. Soweit der Plan. Was ich allerdings vergessen hatte, war das Zelt ein zu packen. Na Prima! Also statt in Richtung Elsass zu starten nochmal zurück nach Hause, Zelt einladen und dann los.

Es ging auch alles Gut bis kurz vor Frankfurt. Da ereilte uns das Schicksal eines Reifendefektes, welcher uns rund 1 Stunde Zeit durch den Werkstattaufenthalt kostete.

Da wir nun schon 1 1/2 Stunden Verzug hatten, schafften wir es nicht mehr zum Einkaufen nach Neu Breisach sondern zogen es vor, die Erstverpflegung noch auf Deutschem Gebiet einzukaufen. Gegen 19:00 Uhr waren wir dann vor Ort, 30 Minuten später traf dann auch schon Mario ein, so dass wir zu viert die Zelte und das TAB aufbauen konnten, teilweise schon in der Dunkelheit. Wir haben uns dann noch zusammen gesetzt und nach ein bis ? Gläser erbaulicher Getränke war die Welt dann auch wieder in Ordnung und der Stress vergessen.

 

Am Freitagmorgen nach dem Frühstück fuhren Thomas, Mario und ich zu einer geplanten Exkursion zur Festung Wilhelm II nach Mutzig, ca. 20 Km westlich von Strassburg gelegen.

Annika blieb im Lager, um dort die Ankunft der Pferde abzuwarten und zu helfen.

 

Nach rund 1 Stunde Fahrt kamen wir mehr als pünktlich in Mutzig an und konnten uns schon mal ein Bild von der Festung machen, d.h. die Festung war als solches kaum zu sehen, da sie bis zu 2 Stockwerke unterhalb der Erdoberfläche in den Berg gebaut wurde. 

 

Das Areal umfasst insgesamt 234 Hektar (rund 300 Fussballfelder im Quadrat) und kann nur zu 10% besichtigt werden, der Rest ist militärisches Sperrgebiet und wird von der französischen Armee genutzt. Die sich im Sperrgebiet befindlichen Gebäude und auch die noch existierenden Geschützbatterien sind noch vorhanden, werden aber nicht erhalten, während sich die 10% zugänglichen Gebäudeteile in einem hervorragenden Zustand befinden, dank des sehr rührigen französisch-deutschen Fördervereins.

Dieser finanziert sich nur durch die Eintrittgelder der Führungen (die Festung kann nicht auf eigene Faust besichtigt werden) sowie durch Spenden und Sponsoren. Der französische Staat gibt kaum finanzielle Mittel, der Deutsche dort schon gar nicht.

 

Mit einer sehr freundlichen jungen Dame haben wir uns dann der deutschsprachigen Führung angeschlossen. Zuerst gab es allgemeine Informationen und dann hinein ins Vergnügen.

Die Führungen dauern rund 2,5 Stunden und davon 2 Stunden unter Tage. Wer klaustrophobische Veranlagungen hat, sollte sich vielleicht ein anderes Objekt zur Besichtigung vornehmen, denn manche Gänge, Treppen und Räume sind sehr eng.

 

Das erste Objekt ist die MG-Kasematte, wo noch ein altes deutsches MG 08/15 auf Lafette eingebaut ist.

Hier wurden wir über die örtlichen Gegebenheiten, aber auch über die Geschichte der Befestigungsanlage informiert, warum diese denn genau dort gebaut worden war.

 

Im Einsatz war die Festung auch und zwar Mitte August an einem Tag zwischen Morgens und Mittags, da dort die Franzosen versuchten, sich durch ein Tal den Weg nach Strassburg zu bahnen. Eine Batterie der Festung verschoss innerhalb von 4 Stunden rund 250 Granaten und zwang somit die Franzosen wieder zurück. Danach war die Festung nie mehr im Ersten Weltkrieg im aktiven Kriegseinsatz. Nach Ende des Krieges zogen dann die Franzosen dort ein. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde die Festung von den Franzosen schnell geräumt, man zog sich auf die besser befestigte Maginotlinie zurück. Das wusste die Deutsche Wehrmacht jedoch nicht und griff die Festung an. Man merkte sehr schnell, dass dort niemand mehr war, konnte jedoch die angeforderte Luftunterstützung nicht mehr erreichen, so dass dort die eigene Luftwaffe die Heeressoldaten am Boden bombardierte. Das Ergebnis waren 82 getötete deutsche Soldaten - die einzigen Verluste, die die Festung jemals hatte.

 

Weiter ging es über unterirdische Verbindungswege, durch Treppenhäuser mal runter mal hoch in verschiedenste Funktionsgebäude, wie die Infanteriekasernen 1 und 2 (insgesamt gab es 18 davon) mit den vorhandenen Unterkünften, Küchen, Bäckereien, Maschinenräume (die Festung wurde als Erste mit eigener Elektrizität versorgt), Brennstoffvorräte, Sanitätsräume, Toilettenbereiche usw.

 

Am Ende der unterirdischen Festungsanlage kam man wieder ans Tageslicht. Besichtigt wurden dann 2 Batteriestellungen, wobei die erste nicht mehr mit Geschützen armiert ist, die zweite jedoch noch mit den ursprünglichen Geschützen im Kaliber 10,5 cm bestückt ist und zwar die Batterie, die auch die Beschießung der Franzosen 1914 vorgenommen hatte.

 

Wer Interesse an Militär- und Festungsgeschichte hat, der sollte sich diese wirklich imposante Anlage nicht entgehen lassen. Der Ausflug dahin hat sich mehr als gelohnt.

 

Einige Bilder werde ich nach und nach unter der Rubrik "Bilder" einfügen.

 

Nach Rückkehr von unserer Exkursion trafen wir dann im Lager auf Peter und Vincent, die als Nachrücker eingetroffen waren. Den Freitag ließen wir dann gemütlich ausklingen.

 

Am Samstagmorgen nach dem Wecken konnten wir auch unsere 2 Kielmansegger Jäger; Lucas und Janosch, begrüßen, die gleichfalls viele Verkehrsprobleme auf dem Weg nach Neu Breisach auf der Autobahn 5 bei Frankfurt hatten.

 

Die beiden bauten in Windeseile ihre Zelte auf und räumten ein, zogen sich um und waren pünktlich einsatzbereit.

 

Gegen 10:00 Uhr rückten die Darsteller der Franzosen zum vormittäglichen Event aus, die Aliierten rund 1/2 Stunde später dann nach. Szenario: Sommer 1815, die Franzosen sind nach der verlorenen Schlacht von Waterloo überall auf den Rückzug. Die Aliierten erwarteten einen Transport mit Geldern, um den fälligen Sold aus zu zahlen, die Franzosen wurden jedoch durch Spione darüber in Kenntnis gesetzt und fingen den Geldtransport ab. Die Aufgabe der Alliierten war es nun, die Kasse zu finden und das Geld wieder zurück zu holen.

 

Es ging dann rund um die Festung in die Festungsgräben, denn wir wussten ja nicht, wo sich der "Feind" befand. Jeder Weg und Steg, jedes Revelin wurde durchkämmt und irgendwann trafen wir dann doch tatsächlich auf die Franzosen und es entspannte sich der "Kampf ums Geld".

Ergebnis: Unentschieden.

 

Um den Zuschauern noch ein wenig mehr Spektakel zu bieten traten dann alle Beteiligten nach einer Pause nochmals in Linie gegeneinander an.

Rund 2 Stunden hatte das Ganze gedauert und wir zogen dann wieder in das Biwak ein.

 

Der nächste Einsatz wäre für uns dann ab 16:00 Uhr das große öffentliche Gefecht gewesen. Es sollte anders kommen.

Der Veranstalter Frank Wehrlin bat uns, ab 14:00 Uhr das Exerzizium der leichten Infanterie vor Besuchern durch zu führen. Mitten in der besten Mittagshitze - super!

 

Also wieder anziehen - einige Sachen waren noch nicht mal vom Vormittag durchgetrocknet - und raus in die Sonne. Als wir am Veranstalter dann vorbeitrotteten rief ich ihm zu, dass er uns dafür ja wohl einen ausgeben müsste.

Und tatsächlich, wenige Minuten später - wir hatten gerade angefangen - kam Frank Wehrlin mit einem Tablett mit wohltemperiertem Gerstensaft - ein Genuß!

 

Da wir in unserer Reihe ja Nicolas Villaret hatten, der ja Franzose ist aber sehr gut Deutsch spricht, bat ich ihn, er möge meine Worte ins Französische übersetzten, was tatsächlich sehr gut klappte.

Wir haben dann aber nicht lange gefackelt, sondern nach einigen erläuternden Worten wurde die Zuschauer ermuntert, doch mal selber so eine Muskete zu handhaben und zack - das mit dem einseitigen Exerzieren hatte sich erledigt, aber die Zuschauer waren voll begeistert. Programmpunkt gemeistert.

 

Mit Erlaubnis des Oberkommandierenden zogen wir dann gleich weiter zum Gefechtsplatz, hatten dort aber rund 1 1/2 Stunden Zeit und konnten das kühle Plätzchen am Vaubankanal in aller Ruhe genießen.

 

Gegen 17:00 Uhr rückte dann der Rest der Teilnehmer an und es entspannte sich dann das übliche Gefecht vor den Zuschauern.

 

Eine Besonderheit gab es dann doch. Wir haben mal eine neue Gefechtsformation ausprobiert, die natürlich nicht im Reglement steht, aber trotzdem Spaß gemacht hat.

 

Im Laufe des Gefechtes wurden wir von der Kavallerie angegriffen. Als leichte Infanterie in aufgelockerter Formation konnten wir uns auf die mannschaftsstärkere Linieninfanterie nicht mehr zurückziehen und bildeten einen Igel.

Und jetzt kam das Besondere: die Kavallerie rückte an und umkreiste uns im Uhrzeigersinn. Unser Igel bewegte sich jedoch schrittweise entgegengesetzt des Uhrzeigersinns und der in der Mitte stehende Unteroffizier drehte sich dann wieder mit der Kavallerie - der "Braunschweiger Kreisel" war geboren.

Die Folge war, dass die Pferde völlig verwundert stehen geblieben sind und einfach nicht wussten, was sie denn davon zu halten hatten, einigen Reitern erging es wohl genauso, denn wir mussten alle herzlich lachen.

 

Ende des Ganzen war dann gegen 18:00 Uhr, Rückmarsch ins Biwak und endlich Dienstschluss. Bei Temperaturen um die 28° Grad war dass dann doch eine Wohltat. Abends gingen wir dann alle gemeinsam zum Fest und probierten das superleckere Amere-Bier. Die älteren Herrschaften (Thomas, Peter und ich) zogen sich dann rechtzeitig zurück, andere zogen dann leider den kürzeren und hatten eine schlechte Nacht und einen schweren Morgen.

 

Am Sonntag war dann noch Parade auf dem Marktplatz und gegen 11:00 Uhr wurde die Veranstaltung beendet. Eigentlich wollten Thomas, Annika und ich erst am Montag fahren, da jedoch so zeitig Schluß war bauten auch wir nach kurzer Beratung ab und fuhren auch schon am Sonntag nach Hause, wo wir gegen 20:30 Uhr ankamen.

 

Alles in Allem war es wieder eine superschöne Veranstaltung. Wetter wie immer top, die Kameradschaft untereinander hervorragend und auch mit den anderen Gruppen kann man sehr gut zusammen agieren.

Hoffen wir, dass in 2 Jahren wieder Neu Breisach stattfindet. Bilder werde ich auch noch in der Rubrik "Bilder" einstellen.

 

Bericht Andre Kolars am 05.09.2016 (siehe auch Bildergalerie)

 

 

Altstadtfest Wolfenbüttel vom 19. bis 21.August 2016

 

Am Wochenende traf sich eine Abordnung des Vereins zum Altstadtfest in Wolfenbüttel zu einem kleinen Biwak im Seeliger Park. Gemeinam mit einer Gruppe aus dem Mittelalter sowie dem Deutsch-Französischen Krieg waren wir rund 30 Personen stark.

Am Freitag nach dem Aufbau traf man sich schon, um gemeinsam zu reden und das eine oder andere Getränk zu sich zu nehmen.

Hatte es in der Nacht von Freitag zu Samstag noch geregnet, so stellte sich der Samstag als durchaus brauchbar heraus, Anfangs noch feucht/schwül kam dann die Sonne heraus, die uns einen trockenen Tag beschwerte.

Der Besucherstrom setzte gegen Mittag dann doch verstärkt ein, nicht zuletzt durch die akustische Unterstützung der Artillerie, die einige Ladungen heraushaute.

Bis zum späten Abend war dann starker Zuspruch der Besucher zu verzeichnen und forderte den einen und anderen dann doch.

Besonders die Erläuterungen von Jens Neumann, mit tatkräftiger Unterstützung von Hans Kolmsee, zogen die Besucher in den Bann.

Der gemeinsame Abschlußabend aller Teilnehmer am Lagerfeuer unseres Vereins bildete das ende des Tages.

Am Sonntag war das Biwak bis Mittag geöffnet, dann bauten wir ab und machten uns für den großen Stadtumzug fertig.

Dieser ging durch die Stadt Wolfenbüttel und dauerte rund 90 Minuten und war doch sehr anstrengend. Wir waren alle froh, wieder im Seeliger Park zurück zu sen.

Als Fazit: war wieder eine runde Sache, mit annehmbaren Aufwand sowie neuen Kontakten, die man sicherlich auch in Zukunft nutze kann.

Die Unterstützung der Stadt Wolfenbüttel hinsichtlich Versorgung und Genehmigungen war lobenswert.

Also, auf ein Neues in 3 Jahren.

 

Bericht Andre Kolars 22.08.2016 (siehe auch Bildergalerie)

 

207.Jahrestag des Gefechtes bei Oelper am 01.August 2016

Am 01.August 2016 trafe sich wie bereits seit 17 Jahren eine Abordnung des Vereins zum Gedenken an das gefecht bei Oelper vor 207 Jahren. Außer den uniformierten Teilnehmern konnten wir eine Abordnung des Welfenbundes Hannover sowie der Bürgergemeinschaft Oelper begrüßen. Nach der Begrüßung durch Jens Neumann als Dienstgradhöchsten hielt unser Kamerad Pastor Frank-Georg Gozdek eine sehr interessante Ansprache, die bei allen Beteiligten Zuspruch und Lob erhielt. Nach der Ansprache wurde das Totengedenken sowie das Gebet "Vater unser" gesprochen, mit entsprechender Ehrenbezeugung der angetretenen Ehrenwache.

Nach der Zeremonie wurden noch mit den Besuchern das eine oder andere Gespräch geführt, welche aber durch heraufziehende Regenwolken ein jähes Ende fanden.

Am 01.August des nächsten Jahres werden wir wieder an die Ereignisse des 0.August 1809 erinnern.

Bericht Andre Kolars 02.08.2016 (siehe auch Bildergalerie)

 

Historischer Festumzug 1050 Jahre Ortschaft Hessen/Landkreis Harz

Am 18.Juni 2016 feierte die Ortschaft Hessen sein 1050 jähriges Bestehen u.a. mit einem Festumzug. Da Hessen einst Braunschweigisches Staatsgebiet war und der Schwarze Herzog auf seinem Marsch durch Norddeutschland dort zum erstenmal seit Jahren wieder heimischen Boden betrat, wurden wir vom Ortsheimatverein angesprochen, ob wir uns am Umzug beteiligen würden. Dies wurde von Seiten des Vereins bejaht und so traten am besagten 18.Juni (Übrigens Waterloo Tag) einige Mitglieder des Vereins dort an.

Hier Auszüge aus dem vorliegenden Bericht unseres Ehrenvorstandes und Stabscapitains Albert Rauhe:

"Gegen 10:oo Uhr trafen wir in Hessen ein und wurden von Hilfskräften an unserem vorgeschriebenen Traff- und Aufstellungspunkt eingewiesen. Schon eingetroffen waren Doris und Dirk Hache, Peter Diedrich, Nils Radunz, später stießen noch Dirk und Michael Berg dazu. Gegen 11:00 Uhr wurde Aufstellung befohlen und der Zug setzte sich zu den Klängen diverser Kapellen in Marsch. Vorweg eine junge Frau als Herzog zu Pferde (welches sehr nervös war, sie es Dank ihres Könnens aber gut im Griff hatte), danach Dirk Berg und meine Wenigkeit, anschließend das Peleton unter dem Kommando von Michael Berg. Den Schluß machten unsere lieben Damen Doris Hache und Ingrid Rauhe. Langsamen Schrittes unter den Klängen diverser Kapellen ging es durch Hessen, wir wurden viel gegrüßt und fotografiert. Auf der Hälfte des Marsches wurden wir mit Wasser versorg. Das Pferd der Reiterin hatte sich auch allmählich beruhigt. Am Sammelpunkt auf dem riesigen Hof der ehem. LPG konnten wir unsere Gutscheine gegen Getränke und eine kleine Mahlzeit einlösen. Auf dem Hof waren Bänke und Tische aufgestellt, dort saßen wir noch eine Weile zusammen und traten gegen 14:00 Uhr die Heimreise an." -> Ende des Auszuges.

15. Historienfest Wasserschloss Westerburg vom 10. bis 12.Juni 2016

Bereits zum 15.mal feierte das Wasserschloss Westerburg sein Historienfest auf dem Gelände des Hotelkomplexes.

Der Einladung waren rund 60 Darsteller aus der unterschiedlichsten Zeitepochen gefolgt. Auch das HBF e.V. nahm nach 2jähriger Pause wieder daran teil, wie bereits beim ersten Mal vor rund 12 Jahren.

War der Besuch am Samstag Vormittag noch eher schwach, so füllte sich dann doch das Gelände ab dem Nachmittag merklich an. Ein kurzes stimmiges Gefecht (Erstürmung der Burg durch die napoleonischen Darsteller, Verteidigung durch die Burggarde), gab den Besuchern einen kleinen Einblick in die Taktik der jeweiligen Epoche.

Am Abend gab es dann ein sehr üppiges und leckeres Abendessen und gegen 22:00 Uhr dann der traditionelle Zapfenstreich, zelebriert von allen Darstellern, musikalisch begleitet durch Trommler und Pfeiffer der Landsknechte der Burggarde.

Nach einer, für manchen eher kurzen Nacht und dem Frühstück traten die Teilnehmer wieder zur morgendlichen Parade an, um durch den Burgherren/Herrin zum finalen Tag begrüßt zu werden.

Es folgten einige Darbietungen durch die Landsknechte. Bevor jedoch auch die anderen Darsteller zum Zuge kamen, öffnete leider Petrus seine Schleusen, so dass nach einer Wartezeit auf Hoffnung auf trockeneres Wetter, die Veranstaltung gegen 15:00 Uhr abgebrochen werden musste.

Nichts desto Trotz war es wieder eine sehr schöne Veranstaltung mit alten Freunden und auch neuen Freunden. Auch im nächsten Jahr wird es eine Historienreise auf Wasserschloss Westerburg geben, vielleicht dann mit mehr Besuchern und noch mehr Darstellern.

Bericht Andre Kolars 13.06.2016

7.Magdeburger Festungstage am 07. und 08.Mai 2016

Am Sonntag, den 08.Mai 2016, sind 5 uniformierte Mitglieder des Vereins erstmalig zu den Magdeburger Festungstagen nach Magdeburg gefahren. Da der Weg noch nicht mal 1 Stunde dauert, war dies als Tagesveranstaltung ohne Probleme machbar.

Die Veranstaltung ist in seinem Ursprung auf den Bereich der deutschen Kaiserzeit spezialisiert, aber auch Teilnehmer der Napoleonik sowie Amerikanistik, Friederizianik und sogar der Neuzeit um 1950 waren zu gegen.

Die Veranstaltung ist eigentlich "Living History", das heißt, man kann den Besuchern etwas zeigen, man kann es aber auch sein lassen. Die preussische Kavallerie der Kaiserzeit, Kürassiere und Husaren, zeigten ihr reiterliches Können, die preussische Infanterie tat ihr übriges dazu.

Eine Parade zur Begrüßung seiner Majestät, Kaiser Wilhelm I, mit Gefolge wurde auch absolviert.

Als Fazit: eine kleine, gemütliche Veranstaltung mit eher historischem Camping und keinem eigentlichen Re-enactment. Eignet sich für die teilnehmenden Gruppen gut zur eigenen Übung und dem interessierten Publikum die Geschichte der jeweiligen Epoche näher zu bringen. Wir selber haben neue Kontakte gesucht und gefunden, die sich ggfs. für eigene Veranstaltungen verwenden lassen.

Einige Fotos sind unter der Rubrik "Bilder" zu sehen.

Bericht Andre Kolars 08.05.2016

Handwerkertag im Heeseberg Museum Watenstedt am 17.April 2016

Schon traditionell wurde der Verein vom Förderverein des Heeseberg Museum zu ihrem Handwerkertag eingeladen. Diese Veranstaltung findet nunmehr alle 2 Jahre statt und erfreut sich großer Beliebtheit bei den Besuchern, die dieses Jahr sogar per Rad aus Braunschweig anreisten. Von unserem Verein waren wieder 10 Mitglieder anwesend, hauptsächlich von der uniformierten Abteilung. Da wir einige Zeit unseren Ausrüstungstisch dort nicht eingesetzt hatten, haben wir ihn in diesem Jahr mal wieder aufgebaut. Er erfreut sich nach wie vor allgemeiner Aufmerksamkeit, auch hier wieder.

Um 14:00 und 15:30 Uhr fand auf der Straße vor dem Museum eine Exerzierübung der uniformierten Mannschaften statt. Dabei wurde den Besuchern ein kurzer, aber eindrucksvoller Überblick über die Geschichte des Feldcorps sowie die einzelnen Uniformarten gegeben. Wendungen, Marschübungen sowie ein allgemeiner Salut bildeten das Grundgerüst der Vorführungen.

Dabei wurde auch wieder das alte Wissen, welches evtl. dem Winter über verloren gegangen war, wieder aufgefrischt. Zur Freude des anwesenden Sergeanten waren die Ausbildungslücken aber sehr klein und konnten schnell wieder geschlossen werden.

Alles in allem eine kleine, liebenswerte Veranstaltung, die es sich zu Besuchen lohnt. Der nächste Handwerkertag findet in 2 Jahren wieder statt.

Einige Fotos der Veranstaltung sind in der Rubrik "Bilder" zu sehen.

Bericht Andre Kolars 18.04.2016

02.April 2016 207. Stiftungsfest

Am Abend des 02.April 2016 trafen sich 34 Mitglieder und Gäste des Vereins, um den 207. Stiftungstag des Braunschweiger Feldcorps zu begehen. Als Ort der Feierlichkeiten wurde wieder der Gliesmaroder Turm gewählt, da er sich in den Vorjahren als sehr zuvorkommend und Gastfreundlich gezeigt hat. Halt eine alte Braunschweiger Restauration vom alten Schlag, Familiengeführt und das merkt man auch.

Zum ersten Mal nach Rücktritt unseres langjährigen Vorsitzenden Jens Neumann, begrüßte Thomas Musahl als 2.Vorsitzender die Gäste und bat, nach einer kleinen Rede, zum Bufett. Im Laufe der nächsten rund 4 Stunden bildeten sich immer wieder neue Gruppen, um miteinander zu reden und auch mal alte Kamellen auf zu wärmen.

Einige Fotos der Veranstaltung sind in der Rubrik "Bilder" zu sehen.

Bericht Andre Kolars 18.04.2016

20.Februar 2016 Jahreshauptversammlung

Am 20.Februar fand unter sehr guter Beteiligung unsere Jahreshauptversammlung statt. Nach 18 Jahren als erster Mann unseres Vereins trat Jens Neumann aus privaten und dienstlichen Gründen von seinem Posten als 1.Vorsitzender zurück. Wir danken Jens für die vielen Jahre die er dem Verein gedient hat. Er hat Spuren hinterlassen, die weiter den Verein prägen werden.

Die weitere Vorstandsarbeit wird von Thomas Musahl als kommissarischer 1.Vorsitzender, Hans Kolmsee als Schriftführer sowie Andre Kolars als Schatzmeister weiter wahrgenommen. Als zusätzliche Beisitzer zur Unterstützung des Vorstandes wurden Nils Radunz und Mario Mugai gewählt.

Die weiteren Tagesordnungspunkte konnten zügig unter der souveränen Leitung von Thomas Musahl abgearbeitet werden.

Das Protokoll der JHV wird den Vereinsmitglieder entsprechend zugehen.

Bericht Andre Kolars 21.02.2016

05.Februar 2016 Ehrenwache beim Stiftungsesse Braunschweigs Stiftung

Am Freitag den 05.Februar fand wieder die alle 2 Jahre wiederkehrende Ehrenwache anlässlich des Stiftungsessen von "Braunschweigs Stiftung" in der Dornse des Altstadtrathauses statt. 7 Mitglieder des Vereins traten als Ehrenwache an. Als besonderer Gast konnte auch diesmal Prinz Heinrich von Hannover von de Ehrenwache entsprechend dem Reglement begrüßt werden.

Nach 2 Stunden konnte die Wache den Platz verlassen und in die häuslichen "Kasernen" zurück kehren.

Bericht von Andre Kolars 21.Februar 2016

Ton am Dom Halberstadt am 04. und 05.Juli 2015

oder auch "die Hitzeschlacht am Harzrand".

Am besagten Wochenende fuhren 4 Mitglieder des HBF e.V. nach Halberstadt, um wieder einmal an die Geschehnisse des Juli 1809 in und um Halberstadt zu erinnern. Auf Einladung des Direktors des Städtischen Museums Halberstadt, Herr Schulze, wurde ein kleines Biwak im Museumsgarten eingerichtet und der für diese Anlässe ideale Ausrüstungstisch aufgebaut. Durch kurzfristige Absagen auf Grund des zu erwartenden Hitzerekordes geschwächt, gaben sich die 4 verbliebenen Mitglieder alle Mühe, dies zu kompensieren, was ihnen auch gelang. Natürlich war der Schatten der natürliche Begleiter der 4 und auf Grund des hervorragenden Standortes kam man auch erst ab dem späten Nachmittag in den "Genuss" der rund 37 Grad warmen Luft. War der Besucherandrang am Samstag doch überraschender Weise sehr gut, war dafür am Sonntag "tote Hose". Das Wetter forderte seinen Tribut bei den Besuchern, die auch das Museum sowie den Kunsthandwerkermarkt auf der Domplatte doch mieden. Ein einsetzendes Gewitter am Sonntag ab 15:00 Uhr machten dann leider unseren Bemühungen ein vorschnelles Ende.

Dennoch war Herr Schulze mit uns sehr zufrieden und so konnten wir trotz fehlender "Manpower" doch unsere Zusage einhalten.

Anwesend waren Hans Kolmsee, Nils Radunz, Annika Kolars, Andre Kolars

Einige Fotos sind in der Rubrk "Bilder" zu sehen.

Bericht von Andre Kolars 06.Juli 2015

200. Jahrestag der Schlacht bei Waterloo - Historisches Reenactment vom 18. bis 21.Juni 2015

Wer eine Reise tut der kann viel Erleben - diese Weisheit kann sicherlich auch für dieses besondere Event gelten.

10 Mitglieder des HBF e.V. hatten sich auf den Weg nach Waterloo gemacht, einige waren sogar schon am Wochenende zuvor in Ligny dabei und mussten dann nur einen kleinen Stellungswechsel vornehmen, während der Rest mit rund 6 Stunden Fahrt dabei war.

Die Anmeldung verlief an und für sich problemlos, jedoch der Ausrüstungstransport zwischen Parkplatz und Biwakplatz war mit 2 Kilometern doch recht viel, zumal mehrmals zurückzulegen. Nach einigem Hin und Her konnten wir jedoch den Weg einigermaßen verkürzen und auch der Transportkarren von Frederic tat ein übriges. Alle fassten mit an und so waren dann "nur" 3 Umläufe nötig, um das Gepäck an den Biwakplatz zu bringen.

Der Aufbau ging dann relativ schnell vonstatten, so dass man den Abend dann noch einigermaßen entspannt verbringen konnte.

Am Freitag, nach Wecken, Morgenappel und Frühstück, wurden dann die Sektionen eingeteilt. Die ersten 4 Sektionen der Braunschweiger Kompanie wurde durch das Leibbataillon Braunschweig gebildet, die 5.Sektion = Jägersektion, durch unsere Avantgarde gemeinsam mit den Grauen Jägern aus Belgien. Die englischen Braunschweiger bildeten auf Grund ihrer Stärkemeldung eine eigene Kompanie - gemeinsam dann das Braunschweiger Bataillon, welches mit dem Highland Bataillon eine Brigade bildete.

Der Vormittag und Mittag wurde zum allgemeinen Kennenlernen und gemeinsamen Exerzieren genutzt, welches im Rahmen der Jägersektion auf Anhieb sehr gut klappte, trotzt der unterschiedlichen Sprachen und des Ausbildungsstandes. Hier wurde der kommandierende Sergeant Andre Kolars hervorragend durch die Korporale Michael Berg und Olivier Quadt unterstützt, auch die Deutschkenntnisse von Nicolas Villeret und Nicolas Cremer taten ein übriges dazu.

Gegen 17:00 Uhr traten dann alle Darsteller an, um sich auf den Weg zum Gefechtsfeld zu machen, welches ungefähr 2 Kilometer vom Biwakplatz entfernt war. Leider schlug dort nicht gerade die Stunde der Organisatoren, so dass sich der Weg zu einer 3stündigen Marsch- und Stehorgie entwickelte, was sichtlich an den Nerven der Teilnehmer zehrte.

Um 20:35 Uhr begann dann das Spektakel vor rund 60.000 Zuschauern, die auf Tribünen und am Rande Platz gefunden hatten. Durch ein starkes Artilleriefeuer war das Gefechtsfeld bald stark verraucht und die Sicht dann schon sehr historisch. Angriffe der französischen Infanterie wurden mit Gegenattacken der alliierten Kavallerie beantwortet und es wogte der "Kampf" hin und her, bis schließlich die Preußen auf dem Feld erschienen und die Franzosen den Rückzug antreten mussten. Hierbei kam es auch zu einigen Nahkämpfen die je nach Temperament mehr oder weniger heftig ausfielen.

Die Jägersektion wurde auf aller höchstem Befehl als Linientruppe eingesetzt, da auf englischer Seite zu viel leichte Infanterie von der Insel kamen und somit alle anderen (mal wieder) hinter runter fielen. Das machten aber unseren Leuten nicht so viel aus, war es doch auch so ein beeindruckendes Schauspiel.

Gegen 22:30 Uhr war dann Schluss und der Abmarsch ins Biwak begann, welches wir ca. 1 Stunde später dann auch erreichten. Leider passierte dann eine Unfall, bei dem unser Kamerad Peter Diedrich sich den Fuß brach. Damit war für ihn das Event dann auch zu Ende. Er und sein "Fahrer" Vincent Witt machten sich nach Krankenhausaufenthalt am Samstag Morgen gegen Mittag dann auf den Heimweg. Auch hier ist den Kameraden Nicolas Villeret und Nicolas Cremer Dank zu sagen für die Begleitung von Peter und dem Übersetzen im Krankenhaus.

Der Samstag verlief nach selbigen Muster, nur das Bataillonsexerzieren viel aus, um die Teilnehmer ein wenig zu schonen. Die Zeit nutzte dann ein Teil der Truppe um das restaurierte Hougomont zu besuchen. Alle Gebäudeteile sind neu hergerichtet worden, der Zustand ist tadellos. In der großen Scheune ist eine multimediale Tonbildschau installiert worden, um die Geschehnisse im und rund um das Hougomont dem Besucher zu zeigen - sehr sehenswert, Dauer ca. 20 Minuten. Die Wartezeit vor der Scheune haben wir uns sehr angeregt mit den Besuchern unterhalten, überwiegend Engländer und Amerikaner, die sehr interessiert an uns und an der Geschichte waren. Das hat richtig Spaß gemacht. Eintritt ins Hougomont kostet 7,- Euro, für uns Teilnehmer nur 2,- Euro.

Auch am Samstagabend traten dann die Darsteller um 17:00 Uhr an, jedoch war die Organisation diesmal schlauer und der Marsch dauerte nur 1 Stunde zum Gefechtsfeld. Das Szenario lief gleichlautend zum Freitag ab, allerdings gab es keinen "Nahkampf" wie am Vortag, dies hatte dem Organisator nicht so gut gefallen, man hielt also Abstand zueinander. Leider begann es gerade zum Ende der Vorführung an zu Regnen, so dass man dann den Rückmarsch nicht ganz trocken durchführen musste.

Am Sonntag stand dann nur noch eine Parade in Waterloo an, an dem aber die Teilnahme freigestellt war. Deshalb nutzte ein Teil der Truppe die Zeit, um sich das neue Besucherzentrum am Löwenhügel an zu sehen. Es ist unterirdisch gebaut und sehr sehenswert. Auch hier wurden neueste Kenntnisse zur multimedialen Aufbereitung der Geschehnisse verwendet, wie z.B. ein 3D-Kino, welches die Schlacht nacherzählt. Hier kam es einem vor, als ob man direkt neben Napoleon oder zwischen den Kavallerieangriffen stand. Dies war sehr sehenswert - Dauer 15 Minuten.  Alles in allem ein lohnenswertes Ziel. Ein besonderes Bonbon bekamen alle uniformierten Teilnehmer, die als Eintritt nur 2 Euro bezahlen mussten und damit dann auch den Löwenhügel besteigen konnten.

Normaler Eintrittspreis ist 7,- Euro plus Löwenhügel für 13,- Euro, also nicht ganz billig.

Viele Teilnehmer reisten dann schon am Sonntag ab, doch es blieben noch genug Teilnehmer übrig, die erst am Montag abreisten, dort aber leider komplett im Regen abbauen mussten - das war nicht wirklich schön.

Der Rückmarsch nach Braunschweig verlief ohne Zwischenfälle auch wieder in rund 6 Stunden.

Fazit: ein Megaevent, welches es so in den nächsten Jahren oder sogar Jahrzehnten nicht mehr geben wird. Die Kosten liegen wohl bei rund 44 Millionen Euro, welche durch die Eintrittsgelder, Merchandising und Sponsoren abgedeckt werden sollen.

Rund 5.000 Darsteller aus aller Welt waren anwesend. Leider gab es auch tödliche Unfälle und eine Menge von medizinischen Einsätze von Verstauchungen, Verbrennungen, Brüchen und ähnlichem. Hier sei den anwesenden Rettungskräften gedankt.

Unser Dank gilt auch der Organisatoren die sicherlich einen entspannenden Urlaub nötig haben werden. Bis auf wenige Kleinigkeiten war alles gut organisiert, besonders die Reinigung der sanitären Anlagen und Duschen sind positiv zu erwähnen.

Das Zusammenspiel zwischen den beteiligten Gruppen (HBF e.V. / Leibbataillon BS und Graue Jäger Belgien) verlief reibungslos, besonders mit den Begiern um Olivier Quadt und Frederic DeFruiyter. Hier wurde bei weiteren Zusammentreffen eine weitere enge Zusammenarbeit als gemeinsame Jägertruppe vereinbart.

Teilnehmer des HBF e.V. waren: Dirk und Michael Berg (auch in Ligny anwesend), Andre und Annika Kolars, Thomas Musahl, Nils Radunz, Vincent Witt, Peter Diedrich, Andy Rave und Gerrit Bahr.

Viele Fotos mit Eindrücken vom Geschehen sind in der Rubrik "Bilder" zu sehen.

Bericht von Andre Kolars 24.06.2015

Erste Sonderführung des HBF e.V. im Rahmen der Sonderausstellung im Braunschweiger Landesmuseum am 02.Juni 2015

Am ersten Dienstag im Monat Juni fand die erste Sonderführung des HBF e.V. im Rahmen der Ausstellung im BLM statt.

Hier führen historisch uniformierte Mitglieder des HBF e.V. die Besucher durch die Ausstellung, mit besonderem Blick auf die Militärgeschichte des Herzogtums Braunschweig während der Napoleonischen Zeit.

Da dies die erste Führung des Vereins im BLM war, waren wir doch sehr gespannt, ob und wie viele Besucher sich denn für diese Art von Führung begeistern konnten und wir wurden doch sehr überrascht. Über 50 Personen nahmen an der Führung teil, so dass wir sogar 2 Gruppen bilden mussten, um den Ansturm zu bewältigen. eigentlich war geplant, dass kundige Museumsführer die Führung übernehmen und wir nur bei einigen Punkten mit unserem Wissen einsprangen, aber durch die beschriebene große Anzahl an Besuchern haben wir dann die eine Gruppe geführt und ein Mitarbeiter des Museums dann die zweite Gruppe. Eine Führung "aus der hohlen Hand" stellt immer besondere Herausforderungen an die Referenten dar, aber im gemeinsamen Zusammenspiel konnte wir diese Herausforderung meistern.

Die Führung dauerte rund 2 Stunden, doch länger als gedacht, doch die vielen Nachfragen der Besucher wollten wir auf alle Fälle beantworten. Auch das persönliche Erleben, wie z.B. die Handhabung der Muskete oder Erläuterungen zur Ausrüstung, kamen beim Besucher sehr gut an.

Weitere Führungen im Rahmen der Ausstellung erfolgen jeweils immer am ersten Dienstag im Monat ab 17:30 Uhr durch die historisch gekleideten Mitglieder des HBF e.V.

Bericht von Andre Kolars 06.06.2015

Eröffnung der Sonderausstellung "Wann ist ein Held ein Held - der Schwarze Herzog 1815 / 2015" im Braunschweiger Landesmuseum am 21.Mai 2015

Am Donnerstag den 21.Mai startete das BLM mit seiner Sonderausstellung die bis zum 18.Oktober 2015 geht. Hier soll thematisiert werden, warum im Laufe der Zeit jemand zum Held wird und wie sich das Bild in der Zeit doch verändern kann.

Das HBF e.V. hatte bereits im Vorfeld der Ausstellung viel zur Ausgestaltung der Ausstellung beigetragen, besonders im Hinblick auf die Ausstellungsstücke im Bereich Uniform- und Waffenkunde. Gleichzeitig stellte das HBF e.V. ein großes Figurendiorama mit einem Ausschnitt aus der Schlacht von Waterloo im Maßstab 1/72 mit rund 6600 Figuren zusammen, welches den Besucher die verschiedenen Taktiken und einzelne Begriffe wie Linie, Kolonne, Karree, Plänkler usw. anschaulich erläutern soll.

Rund 300 Gäste folgten der Eröffnungsveranstaltung im Forum des Museums, darunter 17 Mitglieder des HBF e.V., darunter einige in ihren historischen Uniformen. Nach den Eröffnungsworten der Direktorin Frau Dr. Pöppelmann, folgte eine Einführung in die Ausstellung durch die Kuratorin Frau Dr. Klein und die abschließende Rede zum Begriff des modernen Helden hielt der Vizepräsident des Niedersächsischen Landtages, Herr Klaus-Peter Bachmann.

Nach diesen Ansprachen erfolgte der erste offizielle Rundgang durch die Ausstellung, die von den Besuchern mit viel Zustimmung und Anerkennung bedacht wurde.

Bericht von Andre Kolars 06.06.2015

Gedenkfeier zum 205.Jahrestag des Gefechtes bei Oelper am 01.August 2014

Am gestrigen 01.August trafen wir uns traditionsgemäß wieder am Obelisken in Oelper, der an das Gefecht am 01.August 1809 erinnert.

10 schwarze Braunschweiger und 6 weiße Westfalen traten an und umrahmten die kurze, aber schöne Gedenkfeier. Pastor Frank-Georg Gozdek von der Brüdernkirche in Braunschweig sprach die Gedenkworte und auch das "Vater unser", bei dem die angetretenen Abteilungen die Kopfbedeckung abnahmen, um der Gefallen des Gefechtes zu gedenken.

Der anschließende obligatorische Abstecher in die Pfarrscheune von Oelper entfiel diesmal, da dort fast zeitgleich eine szenische Lesung zum Beginn des 1.Weltkreges stattfand, die wir nicht stören wollten.

Doch bereits jetzt laufen die Planungen für die Gedenkefeier in Oelper im Jahr 2015 an, die wir etwas umfangreichen gestalten wollen. Erste Ideen dazu gibt es bereits, die dann noch ausgearbeitet und mit der Bürgergemeinschaft Oelper und dem Ortsheimatpfleger abgestimmt werden müssen.

Einige Bilder der Veranstaltung sind unter der Rubrik "Bilder" eingestellt.

Bericht von Andre Kolars 02.08.2014

Historische Zeitreise im Wasserschloss Westerburg vom 13. bis 15.Juni 2014

Am letzten Wochenende trafen sich im Wasserschloss Westerburg / Landkreis Harz wieder einige Darsteller zu diesjährigen Historienreise.

Teilnehmer waren diesmal: die Schöppenstdter Bürgerwehr als Vertreter des 30jährigen Krieges, die Hannoveraner Zeitreisenden als Vertreter des Barock, Friedrich der Große als Vertreter der Friederizianischen Zeit, das Herzoglich Braunschweigische Feldcorps e.V., die Lützower Jäger, die Kaisergarde Finsterwalde sowie die 4.Hussaren als Vertreter der Napoleonischen Zeit und die Freien Ostfälischen Ritter als Vertreter des Mittelalters - alles in allem rund 80 Mitwirkende.

War das Wetter am Freitag noch sehr durchwachsen, wurde es an den darauffolgenden Tages besser, die Sonne und Wolken wechselten sich ab, es blieb aber trocken.

Die Veranstaltung wurde am Samstag gegen 10:00 Uhr mit der Parade im Schlosshof eröffnet, danach konnte jede Gruppe nach Bedarf sein Können den Besuchern zeigen. Leider war der Besucherandrang am Samstag und auch am Sonntag nicht wie erhofft, sondern blieb diesmal deutlich hinter den Erwartungen zurück. Warum dies so war, darüber lies sich nur spekulieren. Sicherlich war ein Punkt, das am Samstag in benachbarten Ortschaften Volksfeste stattfanden. Evtl. lag es auch an der Werbung, denn weder die ortansässige Halberstädter Volksstimme als auch die Helmstedter Nachrichten haben keine Vorabberichte gedruckt, obwohl sowohl der Veranstalter als auch wir darum gebeten hatten und auch fix und fertige Manuskripte den Zeitungen zur Verfügung gestellt hatten.

Am Wetter und an den Darstellern kann es nicht gelegen haben.

Nichts desto Trotz hatten zumindest wir als Darsteller unseren Spaß und nutzten die Zeit auch zum Üben. Hier stach besonders die neu aufgestellte Braunschweiger Ulanenescadron heraus, die Übungen mit Lanze und Säbel durchführten und auch die zeremoniellen Darstellungen, wie das Wache stehen, übten.

Am Samstagabend gab es für alle beteiligten denn ein vom Veranstalter als Dank gesponsertes Abendessen und gegen 22:00 Uhr ein sehr stimmungsvoller Zapfenstreich mit Pfeifen und Trommel und der "Perlenkette" von Fackelträgern. Dies war ein sehr feierliches Bild.

Am Sonntag gegen 15:00 Uhr wurde die Veranstaltung mit einer letzten Parade beendet und die Einladung für das nächste Jahr, Anfang Juni, beendet.

Bericht von Andre Kolars am 16.06.14

200 Jahrestag der Schlacht bei Hoogstraten / Belgien vom 02. bis 04.Mai 2014

Am besagten Wochenende trafen sich in Hoogstraten / Belgien rund 1000 Teilnehmer, um erstmals der Schlacht von vor 200 Jahren zu gedenken. Die Teilnehmer kamen hauptsächlich aus Belgien, Niederlanden, Frankreich, England und natürlich auch aus Deutschland, darunter auch 7 Mitglieder des HBF.

Da der 01.Mai ja günstiger weise ein Feiertag war, machten wir uns auch schon am Donnerstag auf die rund 5 stündige Anreise, die problemlos von statten ging.

Am Ort des Geschehens eingetroffen, konnten wir uns anmelden und bekamen unseren Biwakplatz zugewiesen. Unsere Artillerie mit Monika und Olaf Röhlecke sowie Gerrit Bahr waren auch schon vor Ort und so konnten wir fast zeitgleich aufbauen.

Am Freitag nutzten wir den Tag und fuhren zu fünft in das Armeemuseum nach Brüssel. Wir hatten Glück vor dem Museum auch noch einen Parkplatz zu bekommen und so gingen wir dann in das Museum, Vincent und Gerrit übrigens in Uniform, was einige Passanten zu Fotos animierte.

Die erste Überraschung im Museum war, das es keinen Eintritt kostete. Alle staatlichen Museen in Belgien sind kostenfrei zu besuchen, was auch die hohe Anzahl von Besuchern erklärte. Besonders viele Schulklassen konnten wir beobachten, die sich völlig ungezwungen mit ihrer Geschichte befassten. Hier könnten sich die Deutschen Museen sicherlich einiges Abgucken.

Das Museum selbst ist in diversen Abschnitten unterteilt, die sich hauptsächlich mit der Zeit von 1830 bis Heute befassen. Auch eine kleine Abteilung für das Mittelalter ist vorhanden. Manche Vitrinen sind so vollgestopft, das man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Auch ist die Ausleuchtung nicht immer optimal.

Für uns war besonders die Sonderausstellung zum 100 Jahrestages des Beginns des Ersten Weltkrieges interessant. Diese kostet zwar 12,- Euro Eintritt, dies ist sie aber auch wert. Mit multimedialer Unterstützung wurden alle Stationen der Urkatastrophe des 20.Jahrhunderts beleuchtet. Alles war 4 sprachig (französisch, flämisch, englisch und deutsch) aufgemacht, so das alle etwas davon hatten. Hier schoben sich viele Schulklassen durch, die einen Schüler mit Interesse, die anderen wohl mit etwas weniger Enthusiasmus. Wer sich für alle Stationen Zeit nimmt, ist hier mit 2-3 Stunde sicherlich dabei.

Aber auch die Ausstellungsstücke zum Zweiten Weltkrieg sind sehr umfangreich.

Die große Flugzeughalle war wegen Umbauarbeiten nur im Erdgeschoss zu betreten, die Panzerausstellung ist ganz geschlossen.

Mein Fazit: ein besonders interessantes Museum, besonders jetzt wegen der Sonderausstellung.

Nach Rückkehr am späten Freitagmittag konnten wir noch die Abendverpflegung zu uns nehmen, bevor um 20:00 Uhr die große Antrittsparade durch die Stadt begann.

Hier bildeten wir die 4. Sektion innerhalb der Braunschweiger Abteilung, die aus 2 Sektionen Leibbataillon aus England, 1 Sektion Leibbataillon aus Braunschweig sowie uns als Avantgarde/Artillerie bestand. Es ging in die Stadt hinein und einmal die Hauptstraße rauf und wieder runter, unterbrochen von einer kurzen Ansprache der Stadtverantwortlichen und einem Salut. Dann Rückkehr ins Biwak und Lagerleben.

Am Samstagvormittag stand Einüben der Teilnehmer auf dem Plan. Jede Abteilung übte im eigenen Rahmen, so auch wir von der Avantgarde. Unterstützung erhielten wir noch von einem Grauen Jäger aus der Truppe von Frederic deFruyter, Nicolas Villaret. Nicolas war durchaus eine Bereicherung des Wochenendes, da er als Franzose ziemlich gut Deutsch sprach und sich auch sonst prima in der Truppe einordnete. 

Olaf und Gerrit wurden von der anwesenden Braunschweiger Artillerie, bestehend aus 2 Geschützen, um Unterstützung bei der Ausbildung sowie beim Gefecht gebeten. Olaf als alter erfahrener Artillerist kam diesem Wunsch gerne nach und drillte mehr als 2 Stunden die Artilleristen, was sich bei beiden Gefechten dann auch sehr positiv bemerkbar machte.

Nach einer ausgiebigen Mittagspause begann pünktlich um 15:30 Uhr das erste Gefecht des Wochenendes. Den Verlauf möchte ich mir hier gerne sparen, der er auch nicht anders ablief wie sonst auch. Jedenfalls konnten wir als leichte Infanterie genügend Pulver verbrennen, so das alle wohl zufrieden waren.

Am Abend, nach dem Waffenreinigen sowie dem Abendbrot, versammelte wir uns eigentlich eher zufällig unter unserem Zeltunterstand und plötzlich begann einer ein Lied zu singen. Die anderen stimmten dann mit ein und so entwickelte sich den ganzen Abend ein kleinen Liederwettstreit, der auch von einigen französischen Liedern, die Nicolas als Text mit hatte, ergänzt wurde. Wir konnten zwar nicht unbedingt schön singen, sondern eher laut, dies tat aber der Stimmung überhaupt keinen Abbruch, im Gegenteil, es kamen sogar einige Teilnehmer aus anderen Gruppen zu uns und sangen das eine oder andere Lied mit.

Die darauf folgende Nacht erinnerte auch an die Nächte im Januar 1814, am Morgen gab es sogar Rauhreif in Hoogstraten. Es folgte darauf jedoch ein sonniger Morgen und auch der Tag war angenehm warm, so dass besonders viele Zuschauer der zweiten Gefechtsdarstellung beiwohnten. Hier wurde, auf Grund der Vielzahl von leichter Infanterie, eine Schützenlinie vom linken zum rechten Flügel des Feldes aufgestellt, die nach dem Artillerieduell als erste zum Einsatz kamen. Leider hatten wir diesmal zwei längere Musketenausfälle zu beklagen, so dass wir nur mit 2 Jägern agieren konnten. Mal an die KGL, mal an die Braunchweiger angelehnt, spielten wir als leichte Infanterie unser Ding konsequent durch.

Nach rund einer Stunde war auch diese Gefechtsnachstellung beendet und wir konnten wieder in das Biwak zurück kehren. Damit war die Veranstaltung beendet und viele Teilnehmer bauten auch ab und fuhren nach Hause. Wir aber gönnten uns noch eine weitere Nacht, die wir mit interessanten Gesprächen mit den Leuten vom Leibbataillon aus England verbrachten.

Die Rückfahrt am Montag verlief gleichfalls ohne Komplikationen, so dass wir um 14:30 Uhr wieder in Wolfenbüttel ankamen.

Ich sage meinen herzlichsten Dank an alle Beteiligten, die da waren: Thomas Musahl (Dank für die hervorragende Tätigkeit als KvD), Nils Radunz (auch als "Meistersinger" bekannt), Vicent Witt (der Turm in der Schlacht), Monika Röhlecke (als gute Fee unseres Biwaks), Olaf Röhlecke (als inspirierender Quell bei allen handwerklichen Fragen), Gerrit Bahr (als Freund und Helfer in allen Lebenslagen) sowie unserem französischen Freund Nicolas Villaret. Mir hat es mit allen viel Spaß gemacht!

Fazit der Veranstaltung: hervorragend organisiert (Anmeldung 4sprachig organisiert), genügend Toiletten (die am Samstag früh und in der Nacht gereinigt wurden), Holz, Wasser und Stroh sowie die Unterhaltung einer Taverne mit abendlicher Musik und Tanz (besonders am Sonntagabend). Das Wetter spielte auch mit und die Zuschauer waren sicherlich auch zufrieden. Für mich kann ich sagen, ich würde wieder dahin fahren.

Bilder werden noch in einem separaten Fotoalbum im Bereich "Bilder" veröffentlicht. Wer sich jedoch schon jetzt ein Bild machen möchte, dem sei You Tube unter dem Suchbegriff "Slagt von Hoogstraten" empfohlen. Hier gibt es diverse Videomitschnitte zu sehen.

Bericht von Andre Kolars am 15.05.14

Handwerkermarkt im Heeseberg-Museum in Watenstedt am 13.04.2014

Am besagten Sonntag trafen sich zum alljährlichen Handwerkermarkt im Heeseberg-Museum 12 Mitglieder des Vereins, um uns und das Hobby zu präsentieren. Bereits zum 5. Mal vor Ort, hatten wir uns einen neues Standort im Garten des Anwesens gesucht und dort ein kleines Biwak mit Zelt und Kochstelle aufgebaut.

Axel Dürkop hat aus frischen Zutaten, die es auch zur Napoleonischen Zeit gab, ein schmackhaftes Essen für uns und die Besucher gekocht, was sehr großen Anklang fand - es wurde alles aufgegessen.

Unser Kompanieschreiber Hans Kolmsee rekrutierte mit Hilfe von Jens Neumann und Mario Mugai ahnungslose Besucher für die Landwehr und bat um eine kleine Spende für die Sanierung des Sarges. Dabei kamen wieder rund 90,- Euro zusammen.

Der Kompaniehandwerker Jürgen Winkler konnte den Besuchern sein Können an der Feile und Säge als Feinmechaniker zeigen, sowie Erläuterungen zur Waffentechnik geben.

Die Uniformierten Darsteller nutzten die Gelegenheit, um ausgiebig zu exerzieren, da wir Platz hatten dann auch im Marsch. Wer von den Gästen wollte, konnte gegen eine kleine Spende mal mit einer Muskete böllern.

Die Zivildarsteller Ingrid und Albert Rauhe flanierten über den Hof und beantworteten gleichfalls Fragen der Besucher. Auch zwei Fördermitglieder von uns, Henning Kupferschmidt und Andreas Meißler, waren zugegen und unterstützten somit unsere Aktivitäten vor Ort.

Da das Wetter besser war als vorausgesagt, war es eine runde Veranstaltung.

Nach Aussage des Veranstalters wird der nächste Handwerkertag in 2 Jahren stattfinden.

Stiftungsfest am 05.April 2014

Traditionsgemäß am ersten Samstag im Monat April fand auch diesmal unser Stiftungsfest statt. Es war das 205. in der Geschichte der Schwarzen Schar und unser 17. im Verein.

37 Mitglieder und geladene Gäste nahmen im "Gliesmaroder Turm" daran teil. Bei gutem Essen und Getränken verging die Zeit wie im Fluge, so dass es doch etwas später wurde als gedacht


Wunschkiste bei Radio Okerwelle am 13.03.2014

Am Donnerstag, den 13.03.2014, fanden sich 7 Mitglieder des HBF e.V. beim lokalen Rundfunksender "Radio Okerwelle" ein, um mit ihrer Musik und Informationen über das Hobby sowie der Spendenaktion eine Sendung zu bestreiten. Punkt 20:00 Uhr ging es los. Die Musikauswahl war bunt, die Informationen gaben Hans Kolmsee sowie Jens Neumann, aber auch die anderen Teilnehmer wurden in die Sendung mit einbezogen.

Hintergrund der Sendung war unser Versuch, die Spendenaktion für den Sarg des "Schwarzen Herzogs" weiter in Gang zu halten.

Teilgenommen haben: Jens Neumann, Hans Kolmsee, Andreas Meißler, Dirk Hache, Axel Dürkop, Nils Radunz und Annika Kolars

Unteroffiziersfortbildung Politische Bildungsstätte Helmstedt am 21.Oktober 2013

Am 21.10.13 nahmen 6 Mitglieder des Vereins an einer kurzfristig vereinbarten Unteroffiziersweiterbildung der 1.Kompanie Panzerbataillon 413 aus Torgelow teil. Durch Kontakte zur RK Helmstedt wurden wir dazu gebeten. Die anwesenden Offiziere und Unteroffizere des Bataillons aus Torgelow / Mecklenburg-Vorpommern hatten sich das Thema "Befreiungskriege" herausgesucht, und dieses in verschiedenen kurzen Vorträgen bearbeitet. Vom Seminarleiter der PBH, André Lindner, der Mitglied der RK Helmstedt ist, sollten wir als "lebendige Anschauungsobjekte" dienen.

Nach einer kurzen Begrüßung und dem warmen Abendbrot wurden die 3 Vorträge gehalten (Verpflegung der Zeit, Uniformierung der Schill´schen Truppen sowie die Bewaffnung der preußischen Infanterie). Danach sollten wir unsere Meinung zu den Themen bei steuern bzw. die Vorträge ergänzen.

Im Anschluss daran wurden von uns die Themen nochmal eingehender erläutert und auch die Vorführung der Brown Bess Muskete durfte da nicht fehlen.

Das Interesse der jungen Soldatinnen und Soldaten war als sehr gut zu bezeichnen, wenn auch nicht alle sich wirklich dafür interessierten, dies war aber die Minderheit. Viele nutzten die Zeit, um mit uns ins Gespräch zu kommen und auch mehr über das Hobby zu erfahren.

Als Folge unseres Auftretens wurden wir vom anwesenden Spieß der Kompanie gefragt, ob wir am nächsten "Tag der offenen Tür" in Torgelow im Mai 2014 teilnehmen könnten. Dies werden wir gerne prüfen und weiter in Kontakt zur Kompanie bleiben.

Teilgenommen haben: Beate und Axel Dürkop, Jens Neumann, Hans Kolmsee, Siegfried Seehausen und Andre Kolars.

Bericht Andre Kolars am 22.10.13

10jähriges Bestehen der Reservistenkameradschaft "Herzog Ferdinand" in Vechelde am 28.09.13

Durch persönliche Kontakte konnten wir uns am 28.09. beim 10jährigen Jubiläum der Reservistenkameradschaft "Herzog Ferdinand" in Vechele bei Braunschweig präsentieren.

Mit insgesamt 6 Mitgliedern bauten wir unseren Informationsstand auf. Bei strahlendstem Sonnenschein war die Besucherresonnanz jedoch eher als Mau zu bezeichnen. Diejenigen, die da waren, haben es jedoch nicht bereut. Besonders die Kameraden der RK nutzten unser Angebot zur Information und auch zum Ausprobieren der Vorderladermusketen. Durch die sehr nette persönbliche Betreuung von RK-Kamerad Andreas Teutloff war dieser Tag für uns dennoch ein Erfolg, besonders im Hinblick auf die gesammelten Spenden für die Sanierung des Sarges von Herzog Friedrich-Wilhelm.

 

Bericht Andre Kolars am 30.09.13

200. Jahrestag des Gefechtes in der Göhrde vom 20. bis 22.September 2013

Am Wochenende vom 20. bis 21.September 2013 trafen sich zum insgesamt 11x Teilnehmer aus allen Teilen Deutschlands, um das historische Gefecht in der Göhrde vom 06. September 1813 nachzustellen.

Begonnen wurde die Veranstaltung bereits am Mittwoch, den 18.09. mit einem 3tägigen Marsch aus Richtung Osten kommen und auf den Steimker Höhen endend. Insgesamt 50 Kilometer mussten bei widrigen Wetterverhältnissen bewältigt werden. Nach aussage von Axel und Beate Dürkop, die daran teilnahmen, kamen alle Marschteilnehmer mit mehr oder weniger starken Blessuren in der Göhrde an.

Am Samstag trafen dann noch 5 weitere Teilnehmer des Vereins ein, um sich als Tagesteilnehmer ein zu reihen.

Die Veranstaltung begann gegen 10:00 Uhr mit dem obligatorischen Antreten aller Truppen und den Begrüßungsworten des Veranstalters Marius Franke von der 127. Linie aus Hamburg. Danach ging es dann zur offiziellen Begrüßung durch die Honorationen des Landkreises sowie Stadt und Gemeinde zum Göhrdedenkmal.

Dort wurde unter Teilnahme vieler Besucher und einem Männergesangverein den Gefallenen in der Göhrde gedacht. Die üblichen honorigen Worte von hüben nach drüben nahmen doch mehr Zeit in Anspruch als erwartet, so dass wir erst gegen 12:00 Uhr wieder in das Biwak zurück kehrten.

eine kurze Pause folgte und dann ging es gegen 13:00 Uhr zum Gefecht in den Ort Lüben.

Die Avantgardeabteilung des HBF mit 6 Mann wurde als 4. Sektion an die KGL angeschlossen. Schon während der ersten Gefechtshandlungen wurden wir jedoch zu einer Umdisposition befohlen, so dass wir dann zeitweilig der "Roten Linien-Infanterie" unter dem Kommando von Don Meulemans und Carl Schulze standen. Hier konnten wir jedoch das Spiel der leichten Infanterie voll auskosten, was einen erhöhten Munitionsverbrauch zu Folge hatte. Nach Aussage des kommandierenden Offiziers Meuleman tat die Avantgarde hierbei mehr als seine Pflicht - das Zusammenspiel zwischen Linie und uns Plänklern war als sehr gut zu bezeichnen.

Nach ca. 90 Minuten wurde eine Gefechtspause eingelegt und danach ging es dann auf die Steimker Höhe zur großen Gefechtsvorführung vor den zahlreich erschienenen Zuschauern. Diese dauerte auch rund 60 Minuten und auch hier konnten wir als Avantgardejäger agieren.

Danach wurde vor den Besuchern noch eine Parade abgehalten, bei der alle teilnehmenden Gruppen einzeln vorgestellt wurden. Ab ging es dann ins Biwak und nach einer Ruhepause wurde dann der Heimweg gegen 17:20 Uhr angetreten.

Fazit: wieder eine sehr schöne Veranstaltung, die sich immer wieder lohnt. Das Wetter hat auch diesmal gehalten und die zahlreichen Zuschauer bewiesen eindrucksvoll, dass diese Veranstaltung sicherlich zu den Top 10 der Szene gehört.

Teilgenommen haben: Dirk Berg, Beate und Axel Dürkop für das gesamte Wochenende, Vincent Witt, Mario Mugai, Peter Diedrich sowie Annika und Andre Kolars.

Bilder der Veranstaltung werden schnellstmöglich in der Rubrik "Bilder" eingestellt.

Bericht von Andre Kolars am 23.09.13

200. Jahrestag der Schlacht bei Dennewitz vom 06. bis 08.September 2013

Am letzten Wochenende trafen sich im kleinen Flämingort Dennewitz, südlich von Berlin bei der Stadt Jüterbog gelegen, rund 400 Darsteller, um die Ereignisse des 06.September 1813 nach zu stellen. Auch das Feldcorps machte sich auf die 2 1/2 stündige Autofahrt dorthin. Bei strahlenstem Sonnenschein angekommen, wurde das Biwak bezogen. Innerhalb von 2 Stunden waren alle Teilnehmer vor Ort und unsere Lagergasse gefüllt. Am Abend wurde für die Kommandeure eine Besprechung abgehalten und das Tagwerk für den Samstag besprochen.

Auch der Samstag versprach heiß zu werden, was er dann auch wurde. Um 10:00 Uhr wurde vor dem Bülow Denkmal in Anwesenheit aller Teilnehmer sowie der Honorationen die Veranstaltung offiziell eröffnet. Danach Lagerleben und Mittagessen, welches von der FFW der Gemeinde gesponsert wurde. 14:30 Uhr antreten zum Gefecht, ab 15:00 Uhr begann dann die Gefechtsdarstellung vor einigen Hundert Zuschauern. Dauer war ca. 1 Stunde, mit Feuer und Bewegung. Anschließend Aufstellung zur Parade durch das Dorf und dann Dienstunterbrechung zwischen 17:00 Uhr und 21:00 Uhr. Während die anwesenden Avantgardejäger ihre Gewehre reinigten, konnte der diensthabende Sergeant die vielen Besucher dazu animieren, Fragen zu stellen. Davon wurde so reichhaltig Gebrauch gemacht, dass schließlich rund 50 Besucher um uns herumstanden und sich informierten. Das nutzten wir aus, um möglichst anschaulich die Taktiken der damaligen Zeit zu erläutern. Dazu wurden die Besucher in Infanterie- und Kavallerieeinheiten eingeteilt und diese mussten dann nach "Befehl" agieren. Dies gab nicht nur ein großes Hallo, sondern die Besucher waren restlos begeistert.

Am späteren Abend wurde dann noch ein großer Zapfenstreich zelebriert, der in einem sehr aufwendigen und spektakulären Feuerwerk endete.

Am Sonntag gab es um 10:00 Uhr nochmals ein kleines, aber sehr intensives Dorfgefecht rund um die Kirche sowie die Abschlussparade.

Als Fazit kann man ziehen: da diese Veranstaltung nur alle 5 Jahre stattfindet, leiert sie sich nicht aus. Die Organisatoren, die Kaisergarde aus Finsterwalde, hat hervorragende Arbeit geleistet, die gesamte Dorfgemeinschaft spielte mit, es wurde viel auf die Beine gestellt. Es gab Samstag und Sonntag ein kostenloses Frühstück, Samstag Mittag die besagte Warmverpflegung. Die Toiletten wurden zwei mal gründlich gereinigt, genügend Holz und Stroh war vorhanden.

Wie viel Arbeit in so einer Veranstaltung liegt kann nur ermessen, der selber mal so etwas auf die Beine gestellt hat.

Ob es allerdings in 5 Jahren eine weitere Auflagen geben wird ist ungewiss, da der Hauptorganisator sich zurück ziehen möchte.

Für uns kann ich sagen, dass es ein perfektes Wochenende war. Die Stimmung und das Miteinander war von gegenseitigem Respekt und Kameradschaft geprägt - alle fühlten sich wohl. Auch unsere neuen Mitglieder haben sich ohne Probleme in die Gemeinschaft eingefügt und sind ohne Frage ein Bereicherung für uns. Dafür danke ich allen, dass ihr auch mir dieses Wochenende ziemlich einfach gemacht habt.

Mein Dank gilt den folgenden Teilnehmern: Bärbel und Horst Neumann, Cathrin und Jens Neumann, Ingrid und Albert Rauhe, Beate und Axel Dürkop, Doris und Dirk Hache, Vincent Witt, Louisa Stöcke, Daniel Stahl, Thomas Musahl, Nils Radunz, Dirk Berg und Irmgard Ambrosy.

Bilder sind unter der Rubrik "Bilder" eingestellt worden. Ein ca. 9minütiges Video vom Gefecht gibt es unter You Tube zu sehen (You Tube aufrufen - Suchbegriff "Schlacht von Dennewitz 2013").

Bericht von Andre Kolars am 09.09.2013

Riddagshäuser Dorfmarkt am 31.August und 01.September 2013

Am besagten Wochenende konnte das HBF e.V. bereits zum 4x teilnehmen. Diesmal bekamen wir einen neuen Stand zugewiesen und zwar auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei, der sich aber für unsere Bedürfnisse als ideal erwies.

Am Samstag waren mehr uniformierte Teilnehmer vorhanden als am Sonntag, da wir dort zum Festumzug zum Tag der Niedersachsen angemeldet waren.

Diesmal wurde auf einen Aufbau des Ausrüstungstisches verzichtet, sondern unser Sergeant-Major nutzte die Zeit, um die anwesenden Jäger in Formalausbildung sowie in der Erläuterung des Aufbaus des Braunschweiger Feldcorps anno 1815 zu schulen. Desweiteren wurde gezeigt, wie man Kugeln gießt und es wurde für die Zuschauer eine mit historischen Zutaten hergestellte Suppe zur Verköstigung angeboten. Hier sei besonders Axel Dürkop Dank gesagt für seinen Einsatz als Koch.

Dadurch wurden auch Zuschauer animiert stehen zu bleiben, um sich dies gleich mit anhören bzw. zu probieren. Die Zuschauer stellten dann auch gleich Fragen dazu. Auf Grund der hohen Zuschauerfrequenz  am Samstag und Sonntag konnten wir so viele Besucher erreichen. 

Auch der Kompanieschreiber Hans Kolmsee war am Samstag mit von der Partie und konnte wieder Einberufungsbescheide erstellen. Die dadurch eingenommenen spenden beliefen sich auf rund 100,- Euro und wurden dem Spendenkonto zur Restaurierung des Sarges zugeführt.

Den Abschluss des ersten Tages bildete dann ein Abendbrot aller Teilnehmer.

Am Sonntag waren dann weniger Uniformierte in Einsatz, diese Lücke füllte dann aber unsere Veteranenabteilung mühelos aus.

Besonderen Dank gilt unseren Waffenmeister Jürgen Winkler, der mit großem Einsatz den Transport der Ausrüstungsgegenstände organisierte und auch das flüssige Abendbrot zubereitete.

Anwesend waren am Samstag und Sonntag: Bärbel und  Horst Neumann, Ingrid und albert Rauhe, Cathrin und Jens Neumann, Doris und Dirk Hache, Beate und axel Dürkop, Hans Kolmsee, Jürgen Winkler, Dirk Berg, Vincent Witt, Louisa Stöcke, Mario Mugai, Nils Radunz, Peter Diedrich

Bericht von Andre Kolars nach Augenzeugenaussagen von Jens Neumann, Axel Dürkop und Albert Rauhe am 09.09.2013 (Bilder sind in der Rubrik "Bilder" einsehbar)

Umzug zum Tag der Niedersachsen in Goslar am 01.September 2013

Am gestrigen 01.September traten 11 Mitglieder des Vereins zum großen Festumzug zum "Tag der Niedersachsen" in Goslar an. Wir trafen uns in Wolfenbüttel, um dann gemeinsam in 3 Autos nach Goslar zu fahren. Die Ausschilderung zu den Park&Ride Parkplätzen war gut, so dass wir ohne Umschweife den für uns richtigen Parkplatz ansteuerten. Von dort aus ging es mit den Shuttle-Bussen in die Nähe der Innenstadt, die natürlich komplett gesperrt war. Zu zweit sind wir dann zur letzten Besprechung in das Ratsgymnasium gegangen, der Rest der Mannschaft hatte frei bis 15:00 Uhr. Pünktlich waren alle an Ort und Stelle und nahmen Aufstellung an dem uns zugeteilten Platz.

Wir hatten die Zugnummer 92 (von 144), so dass viele Gruppen an uns vorbei gezogen sind und wir diese mit dem nötigen Respekt begrüßt haben. Dann waren wir an der Reihe und der ca. 3,5 Kilometer lange Weg begann. Tausende von Zuschauern bildeten ein Spalier, durch das wir zogen.

Wir rissen die Besucher mit unserem Ruf "Jubel" zum Mitmachen hin, was uns auch den ganzen Weg über gelang. Am Stand der Stadt Wolfenbüttel überreichte uns Frau Bischoff vom Stadtmarketing eine kleine flüssige Stärkung, die aber erst nach Beendigung des Umzuges genossen werden durfte.

Nach ca. der Hälfte der Strecke näherten wir uns den Fernsehteams des NDR, und Glückes Geschick, wurden wir für eine kleine Gesprächsrunde am Rande der Umzugsstrecke ausgewählt. Die Moderatorin fragte mich, was dies für schwarze Uniformen sei, was dies für ein Hobby wäre, ob die Bajonette scharf wären und ob dies ein reiner "Männerverein" wäre. Dies alles zu beantworten oblag mir.

Danach ging es noch ein gutes Stück weiter und am historischen Pulverturm wurde dann der Zug aufgelöst. Über die Maurerstrasse ging es wieder zurück zum Shuttlepunkt und auch hier standen die Busse bereit, uns wieder zum Parkplatz zu bringen. Gegen 18:00 Uhr waren wir wieder bei unseren Fahrzeugen und dort wurde eine kurze Manöverkritik gehalten.

Es war eine runde Sache, ein Erlebnis, welches man sicherlich einmal gemacht haben muss. Dies soll aber keine Dauerveranstaltung für uns werden, sondern nur dann noch mals versucht werden, wenn wieder der "Tag der Niedersachsen" in unmittelbarer Nähe zu Braunschweig stattfinden sollte, denn der Bezug zu unserer Heimat und dem Verein muss einfach gegeben sein.

Ein Video des NDR über den Umzug kann man auf der Homepage des NDR, Rubrik "Videos" ansehen. Wir sind Uhrzeitmäßig im Bereich "40 Minuten Laufzeit" zu finden.

Teilnehmer waren: Hans Kolmsee, Thomas Musahl, Andre Kolars, Daniel Stahl, Dirk Berg, Bernd Schneider, Doris und Dirk Hache, Vincent Witt, Louisa Stöcke und Mario Mugai.

Bericht von Andre Kolars am 02.09.13

Gedenkveranstaltung Oelper am 01. August 2013

Wie in jedem Jahr trafen sich am 01. August der verein sowie die Bürger der Ortschaft Oelper zum Gedenken an das Gefecht bei Oelper im Jahr  1809. Dank des zuvor in der Braunschweiger Zeitung abgedruckten Artikels, konnten die Veranstalter diesmal rund 100 Personen begrüßen.

Am Denkmal selbst wurde vom Pastor der Brüdernkirche Herrn Gozdek das Totengedenken durchgeführt. Das Gesteck zur Erinnerung der Toten und Mahnung an die Lebenden lenkten dieses Jahr der 1.Vorsitzende des Vereins Jens Neumann sowie der Schauspieler Andreas Jäger als "Schwarzer Herzog" nieder.

Nach dem Gedenken am Obelisken trafen sich dann noch rund 60 Personen an der Pfarrscheune, wo Andreas Jäger diesmal etwas besonderes sich hat ausgedacht: statt der sonst stattfindenden Lesung in der Pfarrscheune, begaben sich die Zuhörer auf einen Rundweg zu den markanten Orten des Gefechtes, an denen dann Herr Jäger aus den Tagebüchern und Berichten von Teilnehmern des Gefechtes 1809 sehr anschaulich und plastisch berichtete. Dies war mal etwas Neues und fand großen Anklang bei allen Beteiligten. Begleitet wurde er von einer Abordnung des HBF.

Von der Bürgerschaft Oelper erhielt das HBF dann noch eine Spende für die Restaurierung des Sarges.

Diese Veranstaltung war, auch auf Grund des sehr schönen Wetters, eine rundherum gelungene Sache. Ein entsprechender Zeitungsbericht der Braunschweiger Zeitung ist unter der Rubrik "Presse" einzusehen.

A.Kolars 20.08.13

Letztes Scharfschiessen auf dem Truppenübungsplatz Ehra-Lessien Landkreis Gifhorn am 25.06.13

Am besagten Sonntag nahmen vom HBF in Uniform Beate und Axel Dürkop sowie Jürgen Winkler auf besondere Einladung am letzten Scharfschiessen auf dem Truppenübungsplatz der Bundeswehr in Ehra-Lessien teil.

Auf Entfernungen zwischen 25 und 300 Metern wurden mit modernen und auch historischen Waffen wie z.B. der Brown Bess oder der C96 von Mauser geschossen.

Das besondere war diesmal, dass Axel  in kompletter Uniform und Ausrüstung am Schiessen teilnahm. Wie er berichtete, war besonders das Schiessen knienend aufgestützt sehr schwierig, da der Kolben auf Grund des Trageriemens des Tornisters ständig von der Schulter rutschte und dann mit vollem Rückschlag gegen den Arm prallte. Das Ergebnis war ein grün, blau-violet schimmernder Arm.

Bericht von der Historienreise Wasserschloss Westerburg vom 07. bis 09.06.2013

Nach einjährigem Aussetzen trafen sich wieder historisch interessierte und bewanderte Freunde aus verschiedenen Zeitepochen im Wasserschloss Westerburg / Kreis Harz. Um den Aufbaustreß so gering wie möglich zun halten, hatten sich 3 Mitglieder des Vereins bereits am Donnerstagnachmittag dort getroffen und die Hauptanzahl der Zelte aufgebaut.

Am Freitag trafen dann ab Mittag bis zum Abend bzw. auch erst am frühen Morgen des Samstags die restlichen angemeldeten Teilnehmer des Vereins ein, so dass wir am Ende rund 19 Teilnehmer waren. Nach einer kurzen Begrüßung und Einweisung durch den Burherren und Besitzer des Wasserschlosses Herr Hartmut Lerche und seiner Frau Sylvia wurden wir zu einem kleinen Umtrunk geladen.

Am Samstag stand dann volles Programm auf dem Zeitplan, aber mit genügend großen Pausen, so dass wir auch für uns selbst etwas tun konnten, nämlich Exerzieren. Da wir auch wieder neue Mitglieder bzw. Interessenten dabei hatten, die mal reinschnuppern wollten, war dies eine gute Möglichkeit. Am Nachmittag fand dann ein kleines Gefecht auf dem Gelände des Wasserschlosses statt, mit viel Pulverqualm und genügend Bewegung. Die Zuschauer waren begeistert und so mussten bzw. durften wir uns anschließend den interessierten Fragen der Besucher stellen. Gegen 18:00 Uhr wurden wir dann von den Hausherren zu gegrilltem und auch flüssigem eingeladen. Um 22:00 Uhr fand dann der traditionelle Zapfenstreich mit gebet im Burghof statt, an dem alle Gäste und die Darsteller teilnahmen.

Am Sonntag begann das Programm entsprechend dem Vortag, jedoch ohne ein größeres gefecht sondern als dynamische Waffenschau im Verlauf der Zeiten. Angefangen vom Mittelalter bis zur neuzeit wurde den Besuchern die Ausrüstung und die Handhabung der jeweiligen typischen Bewaffnung vorgeführt und erläutert.

Besonderen Anklang fanden wie immer die ausführlichen Erklärungen zu Bewaffnung und Ausrüstung sowie zu den Lebensumständen der Soldaten durch unseren Sergeant-Major Jens Neumann. Wer wollte konnte sich rekrutieren lassen und auch einmal mit einer Muskete feuern, diesmal jedoch gegen eine kleine Spende, die wir dem Spendenkonto zur Restaurierung des Sarges von Friedrich-Wilhelm zuführen werden. Allen Spendern sei dafür recht herzlich gedankt.

Gegen 15:30 Uhr wurden dann die Teilnehmer und die Gäste durch die Burgherren auf das herzlichste Verabschiedet, jedoch jetzt schon mit der Einladung zur nächsten Historienreise am zweiten Wochenende im Juni im Jahre 2014. Allen Lesern dieses Berichtes sei diese kleine, aber sehr schöne Veranstaltung auf das wärmste empfohlen.

Wir werden auch im nächsten Jahr der Einladung folge leisten.

Bericht vom Handwerkertag Heeseberg-Museum Watenstedt am 28.04.13

Am 28.04. trafen sich im Heeseberg-Museum in Watenstedt zahlreiche Mitglieder des Vereins, um den verein zu präsentieren. Da wir bereits zum dritten Mal an dieser wirklich sehr schönen Veranstaltung teilnahmen, waren uns die Gegebenheiten wohl vertraut. Wir bauten also unseren Präsentationstisch, die Schreibstube sowie den Tisch unseres Waffenmeisters auf und zeigten den zahlreichen besuchern bei zunehmend schönem Wetter unsere Arbeit. Natürlich nutzten wir auch die Möglichkeit, auf unsere Spendenaktion zum Erhalt des Sarges vom Schwarzen Herzog aufmerksam zu machen. Dazu hatte unser Schriftführer Hans Kolmsee bei einem Besuch in der Fürstengruft im Dom ein paar aktuelle Bilder vom Zustand des Sarges angefertigt, die wir gleich den Besuchern zeigen konnten (siehe aktuelles Fotoalbum auf der Seite zum Spendenaufruf).

Eröffnet wurde der Markt mit der Verleseung der Makrtordnung sowie einem Eröffnungssalut. Im Laufe des Tages haben wir dann noch einige Aktionen wie Rekrutierungen, Exerziervorführungen sowie Verlesung einer Anektode aus der Braunschweiger Geschichte durchgeführt. Begleitet wurde der Handwerkertag von alten Handwerkern wie Schmied, Schuhmacher, Spinnerinnen, Dachdecker usw.

Alles in allem ein schöne, runde Sache, die wir gerne im nächsten Jahr wieder wahrnehmen möchten.

Bilder sind unter der Rubrik "Bilder" einsehbar.

Stiftungsfest des Vereins am 06. April 2013

Am Samstag , den 06. April 2013, trafen sich im "Gliesmaroder Turm" in Braunschweig insgesamt 42 Mitglieder und Gäste, um gemensam das 204. Stiftungsfest des Feldcorps festlich zu begehen. Nachdem sich alle eingefunden hatten, hielt unser 1. Vorsitzender Jens Neumann seine Begrüßungsrede, deren Inhalt u.A. war, warum wir dieses Ereignis überhaupt begehen und das wir stolz darauf sind, die Braunschweiger Militärtradition aufrecht zu erhalten. Anschließend wurde das kalt/warme Buffet eröffnet, welches allen Beteiligten zu Folge hervorragend gelungen war. Dafür sei dem Team des "Gliesmaroder Turm" unter seiner Chefin Bärbel Grübel auch an dieser Stelle recht herzlich gedankt.

Nach dem Essen ergriff der Schatzmeister Andre Kolars das Wort und stellte in seiner Rede die enzelnen Teilnehmer untereinander vor.

Anwesend waren als Gäste: Herr Helmut Konrad von Keusgen mit Gattin Elodine, Frau Karin-Clarissa Röhrs und Marie-Louise Jahn, alle vom HEK Creativ Verlag in Hannover. Herr von Keusgen ist profunder Kenner der Ereignisse in Waterloo sowie der Landung in der Normandie und hat über beide Themen diverse Bücher veröffentlicht.    Rüdiger Lehrke von der Regimentskameradschaft IR 17, Pastor Frank Gozdek vo der St. Ulrici / Brüderngemeidne in Braunschweig, Herr Deichmann nd Herr Scherer von der Reservistenkameradschaft "Friedrich-Wilhelm" aus Wolfenbüttel, Herr Peter Bayer von der Traditionsgemeinschaft Panzeraufklärungsbataillon 1 aus Braunschweig, Christina Albrecht von den 4. Husaren.

Als Mitglieder waren anwesend: Ehepaar Neumann sen., Familie Neumann jun., Ehepaar Rauhe, Ehepaar Schüssler, Wolfgang Rühmann, Hans Kolmsee, Andreas Meißler, Henning Kupferschmidt, Irmgard Ambrosy, Ehepaar Ramme, Thomas Musahl, Bernd Schneider, Daniel Stahl, Louisa Stöcke, Vncent Witt, Gerrit Bahr, Ehepaar Dürkop, Mario Mugai und Familie Kolars

Erst kurz vor Mitternacht traten die letzten Teilnehmer den Heimweg an.

Zusammenfassend kann man sagen, dass an diesem Stiftungsfest alles gestimmt hat und es eines der besten in den letzten Jahren gewesen war.

Traditionsgemäß ist damit das Veranstaltungsjahr 2013 eröffnet.

Tag der offenen Tür Recon-Company in Salzgitter-Mahner am 08. September 2012

Am 08. September trafen sich auf Einladung unseres Fördermitgliedes Ulrich Krätzschmar, Inhaber des Outdoor- und Sicherheitsausrüsters Recon-Company, 4 Mitglieder zum Tag der offenen Tür in SZ-Mahner, um uns und das Hobby dort zu präsentieren.

Wie immer bei solchen Gelegenheiten wurde der Präsentationstisch mit Aurüstung und Bewaffnung aufgebaut. Wer von den Besuchern wollte, konnte sich einmal selber beim Schuß mit einer Muskete ausprobieren, was sehr viele auch in Anspruch nahmen. Neben uns hatte Fabian Sausmikat, Mitarbeiter bei Recon und selber Dasteller der kaiserlich deutschen Armee, seinen Präsentationstisch mit Ausrüstung aus dem 1. Weltkrieg aufgebaut, so dass wir gemeinsam rund 100 Jahre Ausrüstungs- und Militärgeschichte präsentieren konnten. Dutzende Besucher fanden auch die Zeit, sich von uns informieren zu lassen. Danben präsentierte sich auch die Reservistenkameradschaft Wolfenbüttel sowie eine Gruppe, die sich mit englischen Radfahrzeugen von Typ Land Rover und deutschen Geländewagen der Bundeswehr (Munga, Iltis und Wolf) beschäftigt.

Nach Ende der Veranstaltung gegen 16:00 Uhr wurden wir dann noch zum Mitarbeiterfest gebeten, bei dem es reichlich zu Essen und auch das eine oder andere geistige Getränk zu verzehren gab.

Wir bedanken uns bei Ulrich Krätzschmar recht herzlich für die Einladung und die damit gegebene Möglichkeit, uns zu präsentieren.

Bilder sind unter der Rubrik "Bilder" einsehbar.

Berichtet von Andre Kolars, Sergeant der Avantgarde am 09. September 2012

1. Kasemattenfest im Rahmen des Stadtfestes Wolfenbüttel vom 17. bis 19.08.2012

Das HBF e.V. hatte an diesem Wochenende befreundete Gruppen zu einem kleinen Biwak im Seeliger-Park, unweit der Kasematten, in Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing Wolfenbüttel eingeladen.

Anwesend waren folgende Gruppen: aus dem 30jährigen Krieg die Schöppenstedter Bürgerwehr, aus der Napoleonik das 42. Royal Highand Regiment "Black Watch", die 4. französischen Husaren, die Grenadiere zu Fuß der Kaisergarde aus Finsterwalde, die historische Schreibstube "Der Collporteur", die Braunschweiger Gelernten Jäger aus Belgien sowie das HBF selbst, aus der wilhelminischen Kaiserzeit die Gruppe "Alte Armee" sowie den Waffenschmied Nils Holloh aus dem Landkreis Wolfenbüttel.

Bis Freitag Abend waren alle Teilnehmer so gut wie eingetroffen und wir konnten mit einer kleinen Abordnung von 6 Personen wunschgemäß den Bürgermeister Pink zur offiziellen Eröffnung des Stadtfestes abholen.

Danach nutzen gleich einige Kameraden die Gelegenheit, der Stadt Wolfenbüttel und ihren Lokalitäten einen Besuch abzustatten. Der Rest entspannte sich bei hochsommerlichen Temperaturen (es stellte sich hinerher heraus, dass Freitag noch der kühlste Tag war) direkt im Biwak.

Am Samstag nach Frühstück und offizieller Begrüßung durch den Veranstalter HBF e.V.  begann der Tagesdienst. Um 11:00 Uhr wurde ein Salut mit 2 Geschützen und je 3 Schuss zu Ehren der Stadt Wolfenbüttel geschossen, danach exerzierte die schottische und braunschweigische Infanterie. Die Husaren hatten sch etwas besonderes ausgedacht. Da wir aus organisatorischen Gründen keine echten Pferde zulassen konnten, hatte sich die Gruppe ein Holzpferd beschafft und dieses historisch genau und komplett ausgestattet. Die Höhe des Pferdes entsprach der tatsächliche Größe eines damaligen Pferdes und so konnte damit den Zuschauern sehr anschaulich die Kampfesweise eines Kavalleristen vorgeführt werden, ohne das eine Unfallgefahr für Pferd und Mensch entstannt. Auch die Schöppenstedter Bürgerwehr zeigte den Besuchern ihr Handwerk und tat zudem noch etwas für die Unterhaltung der kleineren Besuchern, in dem sie ein Wikingerspiel aufbauten und betreuten.  Die Alte Armee betrieb gleichfalls einen mit historisch scheinenden Stacheldraht abgezäuntes Biwak. Der "Stacheldraht" bestand jedoch aus Leder, das so ausgeformt war, als ob tatsächlich richtiger Draht verwendet wurde. Die meisten Besucher hielten auch entsprechenden Abstand, sehr zur Gaudi der Insider.

Nach dem Abendbrot weilte der eine oder andere Gast bis in die späte Nacht noch bei uns im Biwak , um sich zu informieren oder alte Bekanntschaften aufleben zu lassen. Damit auch die geistige Erbauung nicht zu kurz kam, organisierten wir gemeinsam mit dem Prädikanten der evangelischen Landeskirche Herr Friedrich Deichmann eine Abendandacht, die von 5 Musikern umrahmt wurde.

Am Sonntag stand wieder Exerzieren und die Abgabe von Saltuschüssen der Infanterie und Artillerie auf dem Programm, bevor um 12:45 Uhr der Abschlußappell der Veranstaltung ein zeitliches Ende setzte. Alle Gäste bekamen von einem Sponsor der Veranstaltung ein kleines, Wolfenbüttel typisches Präsent überreicht. Leider mussten dann viele Teilnehmer bereits den Nachhauseweg einschlagen, so dass die Teilnehmerzahl für den Stadtumzug auf knapp ein Dutzend sank - diese zogen aber konsequent bei 37° Grad den Marsch durch ( gefühlt waren es jedoch 80 Grad), auch wenn alle hinterher mehr oder wenige platt waren.

Dann musste aber noch das Biwak abgebaut werden, was auch seine Zeit in Anspruch nahm.

Festgehalten werden kann: die Organisation sowie die Betreuung der Gruppen lief reibungslos ab, es gab keine Klagen zu hören. Die Nutzung der sanitären Einrichtungen einschließlich Duschen in der nahegelegenen Turnhalle war optimal, die Versogung mit Speis und Trank klappte in Zusammenarbeit mit den Schöppenstedtern reibungslos, es war mehr als genug Stroh da und auch das Holz reichte aus. Bis auf das eine oder andere Wehwehchen waren keine gesundheitlichen Ausfälle zu vermelden, die Besucher zeigten sich erfreut und aufgeschlossen und spielten bei den Rekrutierungsszenen auch mit.

Von unserer Seite her steht einer Wiederholung des Biwaks in 3 Jahren zum nächsten Stadtfest nichts entgegen, noch steht aber das entscheidende Resümee der Stadt Wolfenbüttel aus.

Bilder der Veranstaltung snd unter der Rubrik "Bilder" einsehbar.

Berichtet von Andre Kolars, Sergeant der Avantgarde am 20.08.2012

Historisches Re-enactment Neu Breisach / Elsaß vom 10. - 12.08.2012

Am genannten Wochenende trafen sich im elsässischen Neu Breisach, einer aus dem 17.Jahrhundert erhaltenen Vauban-Festung rund 270 historische Darsteller aus Deutschland, Frankreich, Belgien und der Schweiz um diese einmalige Festungsanlage mit Leben zu erfüllen.

Das Herzoglich Braunschweigische Feldcorps war mit 3 Mann anwesend und erhielt noch Verstärkung von 4 Mitgliedern der Grauen Jäger Kompanie Belgien sowie einem Belgier in der Uniform des 1. Linien-Bataillons. Zusätzlich wurde noch Thomas Hässler in seiner Uniform des 42. Royal Highland Regiments in unsere Reihen aufgenommen.

Damit wir den weiten Weg, rund 640 Km von Braunschweig, auch noch anderweitig nutzen konnten, fuhren wir bereits am Donnerstag in das Elsaß. Am Freitag folgte eine Exkursion auf den Linge-Kopf, oberhalb von Colmar, wo im Jahr 1914 / 1915 fürchterliche Kämpfe zwischen Franzosen und Deutsche stattfanden. Wir besuchten den Deutschen Soldatenfriedhof, wo rund 2500 Gefallene bestattet wurden sowie die Museumsanlage auf der Spitze des Linge-Kopf. Das Museum beherbergt eine interessante Ausstellung über die Geschehnisse während der rund 15 monatigen Kämpfe, eine Tonbildschau in Französisch und Deutsch (alle habe Stunde abwechselnd) sowie viele originale Fundstücke des Schlachtfeldes. Diese werden sehr überzeugend dargestellt. Anschließend kann man einen Rundgang auf dem Außengelände unternehmen. Hier bekommt man einen sehr überzeugenden Eindruck von der Heftigekeit der Kampfhandlungen sowie dem entsprechenden Frontverlauf. Ein Teil des Geländes darf auch Heute noch wegen nicht geborgener Munition nicht betreten werden. Wenn man dem Rundweg in den deutschen Grabenlinien 1 bis 3 folgt, so ist man rund 2 Stunden unterwegs.

Anschließend sind wir dann noch zu einem Geschützbunker der Maginot-Linie in Marckolsheim gefahren. Hier stehen auf dem Außengelände 1 Panzer, 2 gepanzerte Fahrzeuge sowie 1 LKW mit FLAK Bofor und noch ein 105 mm Geschütz zur Ansicht bereit. Den Bunker selbst kann man während der Öffnungszeiten besichtigen. Auch hier wird sehr detailliert auf die Maginot-Linie allgemein sowie auf die Geschehnisse rund um den Geschützturm 35/3 eingegangen. Uniformen, Munition, Waffen und alle Arten von Ausrüstungsgegenständen sind zu besichtigen. Der Bunker wurde während des Frankreich-Feldzuges 1940 von einem deutschen STUKA angegriffen, der Bombenkrater am Bunker ist noch erhalten und auch die Beschädigungen sind noch ersichtlich.

Am Freitag trafen dann so nach und nach die anderen Teilnehmer der Veranstaltung ein und besonders bei uns ergab sich ein babilonisches Sprachengewirr. Deutsch, Französisch und Englisch bunt durcheinander. Dies wurde dann auch während der Veranstaltung so beibehalten, da nicht alle Belgier Deutsch oder Englisch konnten, so das ich meine Befehle von Deutsch auf Englisch übersetzen musste, damit Frederic diese dann in Französisch umsetzen konnten. Aber was soll man sagen - es funktionierte. Zur Not nahm man halt die Zeichensprache zu Hilfe.

Am Samstag Vormittag begann dann das eigntliche Re-enactment mit einer Gefechtssituation, die eigentlich nur für die Darsteller ohne Zuschauer angedacht war, aber natürlich waren immer Besucher zugegegen und das war auch gut so. Als Szenario wurde der Rückzug der Franzosen im Jahr 1814 vom Rechtsrheinischen Gebiet angenommen, mit weiterer Flucht gen Westen. Die Alliierten zogen in Neu Breisach ein, mussten aber mit Hinterhalten und anderen Sachen rechnen. Soweit der Plan. Also zogen wir Alliierte, rund 60 Mann  Infanterie und gut 1 Dutzend Kavalleristen in die Stadt ein und durchsuchten diese. Weiter ging es dann von die Stadt, die Avantgarde vorne weg. Nach rund 1 Stunde Suche konnten die Vorhut des "Feindes" gesichtet werden und es entspannte sich ein Schützengefecht, welches sich dann mit Eingreifen der Linien-Infanterie zu beiden Seiten weiter entwickelte.

Durch Verrat des Alliierten Zahlmeisters, der mit der gesamten Kriegskasse zu den Franzosen übergelaufen war, wurde die Spielszenerie nochmals verändert. Es galt, die Kriegskasse sowie die gefangen genommene Bedeckung zu befreien. Dies gelang der Braunschweiger Avantgarde durch einen überraschenden Vorstoß in die offene Flanke des Feindes. Die Kasse konnte gerettet werden, dennoch musste sich die Alliierte Truppe der Übermacht der Franzosen beugen und den geordneten Rückzug antreten. Trotzdem erhielt die Avantgarde eine Belobigung vom Oberkommando.

Nach Rückkehr hatten wir dann rund 2 1/2 Stunden Verpflegungs- und Ruhepause, was angesichts der Temperaturen auch dringend nötig war.

Ab 15:30 Uhr begann dann das Schauexerzieren der Truppen für die Zuschauer. Zwischenzeitlich hatte sich unsere Truppe auf weitere 2 Mann erhöht. 2 Franzosen in Uniformen des 3. englischen Infanterie-Regments "The Buffs" hatten sich uns spontan angeschlossen. Ich konnte damit auf 10 Mann mit 6 verschiedenen Uniformen und 3 Nationalitäten zurück greifen - Stichwort Internationale Brigade.

Da wir so zusammengewürfelt und nicht einexerziert waren, sind wir dem Schaulaufen ausgewichen und sind direkt zum angedachten Kampfplatz marschiert. Dort hatten wir rund 45 Minuten Pause, die wir uns mit der Unterhaltung der langsam eintreffenden Zuschauer verkürzten. Ich kümmerte mich um die deutschen Zuschauer und Nicholas Cremer von der Grauen Jäger Kompanie Belgien, ein Naturtalent hinsichtlich guter Laune und ein Sangestalent, bespasste die französischen Zuschauer, indem er mit  diesen einen Kanon einübte.

Ab 16:30 Uhr entwickelte sich dann die Vorführung für die Zuschauer. Unsere Avantgarde eröffnete das Feuer auf den Gegner und zwang diesen zur Reaktion. Es dauerte eine Weile, bis sich auch die Linien-Infanterie bewegte und eingriff.

Am Samstag Vormittag begann dann das eigntliche Re-enactment mit einer Gefechtssituation, die eigentlich nur für die Darsteller ohne Zuschauer angedacht war, aber natürlich waren immer Besucher zugegegen und das war auch gut so. Als Szenario wurde der Rückzug der Franzosen im Jahr 1814 vom Rechtsrheinischen Gebiet angenommen, mit weiterer Flucht gen Westen. Die Alliierten zogen in Neu Breisach ein, mussten aber mit Hinterhalten und anderen Sachen rechnen. Soweit der Plan. Also zogen wir Alliierte, rund 60 Mann  Infanterie und gut 1 Dutzend Kavalleristen in die Stadt ein und durchsuchten diese. Weiter ging es dann von die Stadt, die Avantgarde vorne weg. Nach rund 1 Stunde Suche konnten die Vorhut des "Feindes" gesichtet werden und es entspannte sich ein Schützengefecht, welches sich dann mit Eingreifen der Linien-Infanterie zu beiden Seiten weiter entwickelte.

Durch Verrat des Alliierten Zahlmeisters, der mit der gesamten Kriegskasse zu den Franzosen übergelaufen war, wurde die Spielszenerie nochmals verändert. Es galt, die Kriegskasse sowie die gefangen genommene Bedeckung zu befreien. Dies gelang der Braunschweiger Avantgarde durch einen überraschenden Vorstoß in die offene Flanke des Feindes. Die Kasse konnte gerettet werden, dennoch musste sich die Alliierte Truppe der Übermacht der Franzosen beugen und den geordneten Rückzug antreten. Trotzdem erhielt die Avantgarde eine Belobigung vom Oberkommando.

Nach Rückkehr hatten wir dann rund 2 1/2 Stunden Verpflegungs- und Ruhepause, was angesichts der Temperaturen auch dringend nötig war.

Ab 15:30 Uhr begann dann das Schauexerzieren der Truppen für die Zuschauer. Zwischenzeitlich hatte sich unsere Truppe auf weitere 2 Mann erhöht. 2 Franzosen in Uniformen des 3. englischen Infanterie-Regments "The Buffs" hatten sich uns spontan angeschlossen. Ich konnte damit auf 10 Mann mit 6 verschiedenen Uniformen und 3 Nationalitäten zurück greifen - Stichwort Internationale Brigade.

Da wir so zusammengewürfelt und nicht einexerziert waren, sind wir dem Schaulaufen ausgewichen und sind direkt zum angedachten Kampfplatz marschiert. Dort hatten wir rund 45 Minuten Pause, die wir uns mit der Unterhaltung der langsam eintreffenden Zuschauer verkürzten. Ich kümmerte mich um die deutschen Zuschauer und Nicholas Cremer von der Grauen Jäger Kompanie Belgien, ein Naturtalent hinsichtlich guter Laune und ein Sangestalent, bespasste die französischen Zuschauer, indem er mit  diesen einen Kanon einübte.

Ab 16:30 Uhr entwickelte sich dann die Vorführung für die Zuschauer. Unsere Avantgarde eröffnete das Feuer auf den Gegner und zwang diesen zur Reaktion. Es dauerte eine Weile, bis sich auch die Linien-Infanterie bewegte und eingriff.

Endlich bewegte sich wieder etwas und auch wir konnten vorwärts gehen. Nach rund 1 Stunde war dann die Gefechtsdarstellung, für die Alliierten diesmal siegreich, abgeschlossen Sicherung wurde hergestellt und es wurde gegen 18:00 Uhr in das Biwak abmarschiert.

Am Sonntag fand dann nur noch die offizielle Verabschiedung auf dem Place d´Armes in der Stadt vor dem Bürgermeister und den Honorationen der Stadt statt. Gegen 11:30 Uhr war die Veranstaltung offiziell beendet und auch die meisten Gruppen fuhren nach Hause. Wir hatten uns jedoch entschlossen, erst am Montag abzureisen und konnten somit noch den einen oder anderen Besucher über uns und das Hobby informieren.

Als Fazit bleibt zu ziehen: eine wunderschöne Veranstaltung, für uns zum zweiten und nicht zum letzten Mal. Ein traumhaftes Wetter, eine tolle Örtlichkeit, gute Kameradschaft, besonders mit den Grauen Jägern aus Belgien und dem "Schotten"-Thomas aus Villingen und den 4.Husaren aus Hamburg (Ines, Tina, Sarah,Peter und Gerrit). Viele Geschichten rund herum um das eigentliche Re-enactment kann ich aus Platzgründen und um den geneigten Leser nicht zu ermüden, hier gar nicht beschreiben, dies muss man selber erleben.

Bilder sind unter der Rubrik "Bilder" einsehbar.

Berichtet von Andre Kolars, Sergeant der Avantgarde am 14.08.2012

 

 

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